Lüneburg. Zwei Wochen nach dem Brandanschlag auf einen Post-Fuhrpark in Lüneburg haben sich Linksextremisten zu der Tat bekannt. Bei der „Landeszeitung Lüneburg“ sei das Schreiben eines „Autonomen Antimilitaristischen Arbeitsausschusses“ eingegangen, der Bundeswehr-Transporte der Post-Tochter DHL als Grund für den Anschlag nennt, sagte ein Polizeisprecher am Montag. „Das Schreiben wird kriminaltechnisch untersucht, der Staatsschutz analysiert den Inhalt.“ Die Spezialisten wollten feststellen, ob es Parallelen zu ähnlichen Taten in Hamburg oder Berlin gibt. In Lüneburg waren auf einem Parkplatz zwölf DHL- und Post-Fahrzeuge ausgebrannt. In dem Bekennerschreiben kritisieren die Autonomen unter anderem den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr. Die Gruppe wolle „«in Europa die reibungslosen Abläufe, die diese Kriege zur Voraussetzung haben, so effektiv und umfassend wie möglich stören und behindern“. Bundesweit gab es bereits mehrere vergleichbare Taten. In Hamburg waren Anfang Juli Postautos in Flammen aufgegangen, in Berlin brannten im Juni Wagen der Post-Logistiktochter DHL. (dpa/sv)
Autonome bekennen sich zu Postauto-Anschlag
Grund: DHL fährt für den Bund / Parallelen zu anderen Anschlägen werden untersucht