Ausland muss Profite bringen

25.01.2002 08:45 Uhr

Analysten schätzen, dass das am Neuen Markt notierte Software- und Beratungshaus IDS Scheer im Geschäftsjahr 2002 ein Umsatzwachstum von zehn bis zwanzig Prozent erreichen wird.

Diese Zahlen bestätigte Vorstandssprecher Helmut Kruppke am Donnerstag in München. Parallel dazu soll das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im laufenden Geschäftsjahr überproportional zulegen. Für das Jahr 2002 habe sich IDS zwei Dinge vorgenommen. Zum einen sollten alle Auslandsgeschäfte profitabel werden und zum anderen will das Unternehmen seine Kunden längerfristig an sich binden. Künftig wolle man die Managementprozesse der Kunden länger begleiten, als nur bis zur Planung und Implementierung der Lösung. Bisherige Verträge endeten meist schon nach zwei bis drei Jahren. Durch die Neuausrichtung der Zusammenarbeit, wollen die Saarländer Vertragslaufzeiten von fünf Jahren erreichen und sich stärker als Beratungshaus positionieren. Laut Kruppke soll so der Einstieg ins Outsourcinggesschäft auf inhaltlicher Ebene gelingen. Vorstandssprecher Ferri Abolhassan will mit IDS vor allem international expandieren. Seiner Ansicht nach, soll der Umsatzanteil des Auslandsgeschäfts von derzeit 50 Prozent auf 60 Prozent steigen. Wichtig ist ihm dabei, die Expansion nicht mit Verlusten zu erkaufen. Noch im Geschäftsjahr 2001 haben die USA-Aktivitäten die vermeintlich makellose Auslandsbilanz getrübt. Ohne die dort entstandenen Restrukturierungskosten, sei das Auslandsgeschäft profitabel gewesen, so Abolhassan. Zielmärkte seien neben Europa, USA und Japan künftig auch China sowie Russland. Für das Geschäftsjahr 2001vermeldet das Unternehmen einen vorläufigen Umsatz von rund 160 Millionen Euro und eine EBIT-Marge von etwa fünf Prozent. Damit ist zwar der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 27 Prozent gestiegen, die zweistellige EBIT-Marge des vergangenen Jahres konnte aber nicht mehr erreicht werden.

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