Düsseldorf. Scharfe Kritik hat der Vorsitzende des Verbandes Güterkraftverkehr und Logistik Nordrhein (VGN), Klaus Peter Röskes, auf der Mitgliederversammlung seines Verbandes an die Verhandlungspraxis der Verlader geübt. Die erforderlichen Preisgespräche würden seit zwei Jahren mit dem Hinweis auf die bevorstehende Einführung der LKW-Maut permanent verschoben. Die seit Ende 2001 im Fernverkehr zu verzeichnenden Kostensteigerungen in Höhe von 5,5 Prozent konnten daher vielfach nicht weitergereicht werden. Vor 200 Unternehmern forderte der Verbandschef von der Politik, dass die seit fast 20 Jahren von führenden Politikern aller Parteien ständig wiederholten Harmonsierungsversprechen endlich eingelöst werden müssten. An Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe appellierte Röskes, dass dieser sich in Brüssel vehement für den im Rahmen der Maut-Einführung vorgesehenen Harmonisierungsbeitrag in Höhe von 600 Millionen Euro einsetzen müsse. Mit Blick auf die EU-Osterweiterung prognostizierte Röskes einen stärkeren Wettbewerbsdruck im Fernverkehr, bei „einfachen“ Transporten und dort, wo Verlader ihre Produktionsstandorte nach Osten verlagern. Als Grund nannte er die Kostenunterschiede bei Diesel und Personal, die derzeit je nach Beitrittsland bis zu 40.000 Euro pro Jahr und Zug betragen würden. (vr/cd)
Auftraggeber verweigern Preisgespräche
Röskes (Verband Nordrhein) kritisiert Verlader