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Auf dem Weg zur Zero-Emission

Der Ampera ist Opels Hoffnungsträger im E-Segment.

Die ersten Schritte auf dem Weg in die E-Mobilität sind getan. Aber noch sind einige Schlüsselfragen, zum Beispiel zu Standards und Normen, zu klären.


Datum:
07.02.2011
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Das Surren des Elektromotors ist kaum zu hören. Etwas träger als gewohnt setzt sich der 120 kw starke Neun-Tonner-TGL in Bewegung. Seine Energie bezieht der LKW aus einem Lithium-Ionen-Batteriepaket, welches der niederländische Hersteller AGV nach Kundenbedarf in mehreren Ausführungen liefert.

Reichweiten bis 200 Kilometer im Verteilerverkehr

Für sein modernes Fahrzeug muss der Hersteller AGV diverse Komponenten ordern und aufeinander abstimmen. Der Schaltknüppel wird durch einen einfachen Vorwärts-Rückwärts-Taster ersetzt, das Kupplungspedal wurde gänzlich aus dem Fußraum verbannt. Die Technik mit Energierückgewinnung erlaubt eine Reichweite von 200 Kilometern im Verteilerverkehr. Rund 1.000 Batterieladezyklen garantiert der Hersteller AGV; das entspricht bei einer täglichen Stromladung von sechs bis acht Stunden in der Nacht einer Lebensdauer von etwa vier Jahren. Er ist damit nicht nur der sauberste sondern auch der leiseste TGL der je gebaut wurde.

Dies sind die ersten Schritte auf dem Weg in die E-Mobilität. Bis zum Ziel sind aber noch einige Steine aus dem Weg zu räumen: So fordert Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP), dass Deutschland Batteriestandort werden muss. Gleichzeitig gibt er zu bedenken, dass noch viele Schlüsselfragen für Normen und Standards zu klären seien. Diese Themen, so der Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium Rainer Bomba (FDP), werden uns aber nicht nur Jahre, sondern Jahrzehnte beschäftigen. Noch wurde nicht entschieden, welche Technik und welches deutsche Fahrzeug durch die Regierung gefördert werden sollen. Dafür fehlen noch sichere Erkenntnisse aus der Praxis.

Standards und Erkenntnisse noch in der Entwicklung

Was das Thema Sicherheit, zum Beispiel bei Crashs, angeht, so stecken die Erkenntnisse und Fortschritte noch in den Kinderschuhen, gibt Martin Altepost von der TÜV Süd Automotive GmbH zu bedenken. Auch hier befinden sich die notwendigen Standards und Richtlinien noch in der Entwicklung.

Anders im Ausland, in dem die Länder den Umstieg in die Elektrofahrzeuge steuerlich fördern: So sollen nach einem Großauftrag durch die französische Post in Frankreich rund 1.000 Citroen Berlingo mit Elektromotor vom Band rollen.

Andere Länder, andere Sitten

Die Schweizer Post beispielsweise fährt einen Teil der Briefe mit Elektrorollern aus. Die Flotte der knapp 1.000 E-Scooter soll bis zum Jahr 2012 auf die dreifache Menge anwachsen. Damit spare die Post jährlich 600 Tonnen CO2. 140 Gasfahrzeuge sind darüber hinaus im Bereich der Paketzustellung unterwegs, die wiederum den Kohlendioxidausstoß um 59 Tonnen reduzieren sollen.

Gegen reine batterieelektrische Fahrzeuge spricht das Reichweitenproblem für Strecken größer als 150 Kilometer. Dafür wäre mit der Lithium-Ionen-Technologie eine etwa 900 Kilogramm schwere Batterie notwendig. Opel testet augenblicklich die nach eigenen Angaben weltweit größte PKW-Flotte von mehr als 100 Brennstoffautos. Ulrich Eberle vom General Motors Alternative Propulsion Center in Rüsselsheim geht davon aus, dass im Jahr 2015 die ersten Serienfahrzeuge verfügbar sein werden.

Hoffnungsträger am Start

Bei der für die Aufspaltung des Wassers notwendige Energie handelt es sich laut Eberle um eine nachhaltige Lösung, da diese größtenteils aus Windparks bezogen werden soll. Noch in diesem Jahr soll der Hoffnungsträger Opel Ampera in Europa starten, dessen Technik auch für leichte Nutzfahrzeuge geeignet ist. Für schwere Nutzfahrzeuge jedoch wird die Dieseltechnik vorerst die einzige praktikable Lösung bleiben. (tm)

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