Auch Wuppertal und Düsseldorf mit Umweltzone

16.02.2009 14:22 Uhr
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Inzwischen existieren in zwölf Städten Nordrhein-Westfalens bereits Umweltzonen (Bild: ddp)

NRW-Städte ergreifen Maßnahmen zum Schutz vor Feinstaub

Düsseldorf. Seit Sonntag gelten in Düsseldorf und Wuppertal Umweltzonen. Autofahrer, die dort ohne rote, gelbe oder grüne Plakette unterwegs sind, riskieren eine Strafe von 40 Euro und einen Punkt in Flensburg. Allerdings gilt eine Übergangsfrist von sechs Wochen. Umweltzonen sollen langfristig zumindest die größten Luftverpester aus dem innerstädtischen Verkehr verbannen, etwa Dieselfahrzeuge ohne Partikelfilter. Der Naturschutzbund (NABU) Deutschland begrüßte, dass rund 13 Monate nach der Einführung zwei der größten Städte im Land Maßnahmen zum Schutz vor Feinstaub ergreifen. Umweltzonen bestehen bereits in neun Ruhrgebietsstädten sowie in Köln. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hatte kurz vor dem Stichtag von einer „erfreulich hohen Akzeptanz“ unter den Autofahrern in beiden Städten gesprochen. Stichprobenartige Kontrollzählungen hatten ergeben, dass bei 85,9 Prozent der Autos in Düsseldorf sowie bei 87,9 Prozent in Wuppertal zwei Tage vor der Einführung korrekt die Plaketten an den Windschutzscheiben klebten. In der Region seien rund 770.000 Autos plakettenberechtigt, über 450.000 Aufkleber seien bereits zugeteilt worden. Nach Erhebungen des Zentralverbandes des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes sind etwa sechs Prozent aller angemeldeten Autos nicht plakettentauglich. Als erste Stadt hatte Köln Anfang 2008 die Maßnahme zum Schutz vor Autos mit zu hohem Schadstoffausstoß ergriffen. Im Oktober 2008 folgen Duisburg, Oberhausen, Bottrop, Essen, Gelsenkirchen, Bochum, Mülheim, Dortmund und Recklinghausen. Das Ordnungsamt von Essen hatte nach der Einführung zunächst monatlich etwa 800 Umweltsünder ertappt, und sie – ohne Strafe – gebeten die Plakette zu besorgen. Im Januar wurden nur noch knapp über 300 Verstöße registriert. Seit Februar werden Strafen verhängt. (dpa)

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