Seoul/Südkorea. Der seit mehr als drei Wochen andauernde Pilotenstreik bei der südkoreanischen Fluggesellschaft Asiana Airlines ruft die Regierung auf den Plan. Es scheine unvermeidlich, dass die Regierung von ihrem Recht Gebrauch macht, eine Schlichtungsphase anzuordnen, sagte Transportminister Choo Byung Jik vor einem Kabinettstreffen in Seoul. Die Maßnahme könnte nach Angaben des Arbeitsministeriums bereits am Mittwoch ergriffen werden. Neben Bedenken wegen der Flugsicherheit bei Asiana befürchtet die Regierung, dass sich durch die Fortsetzung des Streiks die negativen Auswirkungen auf die Ausfuhren des exportorientierten Landes verschärfen. Durch die Streichung von Frachtflügen bei der zweitgrößten Fluggesellschaft des Landes konnten den Angaben des Transportministeriums zufolge im Juli Güter im Wert von 150 Millionen Dollar (rund 125 Millionen Euro) nicht exportiert werden. Etwa 400 der 839 Piloten bei Asiana befinden sich seit dem 17. Juli im Ausstand. Sie fordern bessere Arbeitsbedingungen wie beispielsweise weniger Flugstunden und ein Mitspracherecht bei Entscheidungen der Unternehmensführung. (dpa/sb)
Asiana Airlines: Seoul will Pilotenstreik beenden
Durch die Streichung von Frachtflügen blieben Güter im Wert von 150 Millionen Dollar am Boden