Hamburg/Köln. Angesichts der Vulkanasche-Wolken aus Island fordert die Europäische Agentur für Flugsicherheit einfachere Regeln für Flugverbote. Die Agentur - abgekürzt EASA - habe den Luftfahrtbehörden in Europa vorgeschlagen, feste Flugverbotszonen um erkennbare Aschewolken festzulegen, sagte ein EASA-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. Ähnlich wie bei Modellen in den USA sollte es eine 120-Meilen-Zone um eine Aschewolke geben, sagte Daniel Höltgen. "Das heißt, ein Flugzeug darf sich der vom Wetterdienst erkennbaren Wolke nicht weiter als 120 Meilen nähern." 120 Meilen entsprechen etwa 190 Kilometern.
Bisher setzen die EU-Staaten auf Grenzwerte. Bei einer bestimmten Konzentration von Asche in der Luft werden in betroffenen Ländern Verbotszonen erlassen. Die EASA mit Sitz in Köln wolle dieses Regelwerk vereinfachen, erläuterte der Sprecher. Das Messen der Aschekonzentration sei nicht so leicht. Außerdem sei eine europaweite, einfach umsetzbare Regelung wünschenswert.
Die EASA habe ihren Vorschlag jüngst bei einem Treffen mit Vertretern von europäischen Luftfahrtbehörden unterbreitet. Die 27 EU-Länder hatten sich Anfang Mai auf einheitliche Grenzwerte für Vulkanasche im Luftverkehr geeinigt. (dpa)