Görlitz. Die Einrichtung und Umwidmung deutsch- polnischer Grenzübergänge muss nach Ansicht von Experten beider Länder künftig rascher über die Bühne gehen. Noch dauerten die entsprechenden Verfahren zu lange, teilte der Ausschuss für grenznahe Zusammenarbeit der Deutsch-Polnischen Regierungskommission am Dienstag nach einer Sitzung in Görlitz mit. Beide Seiten sollten sich in Zukunft früher und besser abstimmen. Es dürfe nicht sein, „dass eine Hand nicht weiß, was die andere macht“, sagte der Co-Vorsitzende des Ausschusses, Gerd Harms. Auch sein polnischer Kollege Stanislaw Wziatek räumte Defizite ein. Mit dem EU-Beitritt Polens zum 1. Mai 2004 könne an den einzelnen Übergängen flexibler als bislang auf das jeweilige Verkehrsaufkommen reagiert werden. Die Stau-Problematik werde sich dann entschärfen, kündigte Harms an. Nach dem Beitritt Polens zum Schengen-Abkommen, der für 2007 oder 2008 geplant sei, müsse es das Ziel sein, möglichst viele neue Übergänge zu schaffen. Die Grenzkontrollen würden zu diesem Zeitpunkt stark vereinfacht oder ganz entfallen, sagte Harms. (vr/dpa)
An den deutsch-polnischen Grenzübergängen soll es schneller gehen
Flexiblere Reaktion auf Verkehrsaufkommen nach EU-Beitritt Polens