Für den unverzüglichen Einsatz in Österreich und in der Schweiz benutzter tiefliegender Huckepack-Waggons mit entsprechend kleinen Rädern macht sich der Pariser Transport- und Logistikverband TLF stark. Sie sollten schon jetzt auf der Alpenstrecke Lyon-Turin eingesetzt werden, um insbesondere die Chemie-Transporte in und aus dem Rhônetal umgehend von der Straße auf die Schiene zu verlagern. Damit werde zugleich ein konkreter Schritt in Richtung Förderung multimodaler Systeme getan, erklärte der Verband. Das TLF-Projekt ist zunächst auf 3 Jahre ausgelegt und sieht vor, über eine eigens dafür zu gründende Interessengemeinschaft von den Kombi-Unternehmen Hupac (Schweiz) und Ökombi (Österreich) insgesamt 80 solcher Waggons zu leihen. Damit könnten pro Jahr 40 000 LKW-Einheiten auf die Bahn gesetzt und auf diese Weise schon bestehende Einrichtungen genutzt werden, - schon vor dem Start der RoLa-Linie zwischen Aiton (Savoie) und Orbassano (Italien), die die Staatsbahn SNCF zusammen mit dem Straßburger Waggonbauer Lohr und Unterstützung des Pariser Transportministeriums ab Ende nächsten oder Anfang übernächsten Jahres betreiben wollen. Für eine volle Nutzung dieses neuen Systems müsste jedoch der Alpentunnel bei Fréjus erst noch verbreitert werden, was momentan bis 2006 geplant ist. TLF weist darauf hin, dass im Rahmen seines Huckepack-Projektes schon jetzt solche LKW auf die Schiene gesetzt werden könnten, die niedriger sind als 3,70 Meter. (vr/jb)
Alpenquerung
Französischer Verband plant Sofortverlagerung von Chemietransporten auf Huckepack-Bahnträger