Allianz pro Schiene: LKW-Maut ab 7,5 Tonnen gefordert

04.01.2007 10:42 Uhr

Schienenbündnis stellt verkehrspolitische Forderungen an Bundesregierung: Keine Zulassung von 60-Tonnen-LKW auf deutschen Straßen

Berlin. Seit 1. Januar 2007 ist mit in Krafttreten der Kabotagefreiheit der Schienengüterverkehr in der EU vollständig liberalisiert. „Wenn jetzt die Weichen richtig gestellt werden, kann 2007 das Jahr des Schienengüterverkehrs werden", erklärte Dirk Flege, Geschäftsführer der Interessensvertretung Allianz pro Schiene. Der Schienengüterverkehr wachse in Deutschland seit Jahren stärker als der Güterverkehr auf der Straße. Um diese Entwicklung weiter zu unterstützen, stelle das Schienenbündnis drei verkehrspolitische Forderungen an die Bundesregierung für das Jahr 2007. Gefordert werde von Allianz pro Schiene eine bundesweite LKW-Maut ab 7,5 Tonnen. Mittelfristig strebe das Schienenbündnis sogar eine Maut für Fahrzeuge ab 3,5 Tonnen auf allen Straßen an. Dies sei seit der Einführung der EU-Mautrichtlinie 2006 europaweit möglich. Darüber hinaus werde ein gezielter Infrastrukturausbau für den Schienengüterverkehr immer dringlicher. Mögliche Engpässe sollen die Verlagerungstendenz zu Gunsten der Schiene nicht ausbremsen. Außerdem ist Allianz pro Schiene gegen die Zulassung von 60-Tonnen-LKW in Deutschland. Das Schienenbündnis befürchtet, dass die bundesweite Einführung dieser LKW den Güterverkehr von der Schiene zurück auf die Straße verlagern könnte und damit zu mehr Verkehr auf der Straße führt. (tz)

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