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Airbus und Boeing wittern dicke Geschäfte im Nahen Osten

Boeing: Fluggesellschaften im Nahen Osten werden von 2011 bis 2030 2520 Maschinen im Wert von 450 Milliarden Dollar benötigen
© Foto: Emirates

Auf der Luftfahrtmesse in Dubai jagt ein Großauftrag den nächsten / Und wenn die Prognosen stimmen, dann ist das erst der Anfang eines Booms in der Region


Datum:
14.11.2011
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Paris/Dubai. Nach dem Rekordauftrag für US-Konkurrent Boeing kann nun auch Airbus bei der Luftfahrtmesse in Dubai punkten. Die in Kuwait ansässige Leasingfirma Alafco unterschrieb bei den Europäern einen Festauftrag über 50 Flugzeuge vom Typ A320neo. Bis Ende des Jahres könnten über Optionen noch 30 weitere Maschinen hinzukommen, teilte Airbus am Montag mit.

Allein der Festauftrag hat nach Listenpreis einen Gegenwert von 4,6 Milliarden Dollar (rund 3,3 Milliarden Euro). Ursprünglich wollte Alafco nur 30 A320neo bestellen, die wegen neuer Triebwerke 15 Prozent weniger Treibstoff verbrauchen als die herkömmliche A320 und im Herbst 2015 erstmals ausgeliefert werden.

Nach unbestätigten Angaben winkt Airbus zudem ein Milliardenauftrag aus dem Emirat Katar. Die arabische Fluggesellschaft Qatar Airways wolle eine Bestellung über 50 Mittelstreckenflieger des Typs A320neo und fünf Großraumflieger des Typs A380 abgeben, berichtet die französische Zeitung "La Tribune" am Montag ohne Angabe von Quellen.

Der Auftrag habe laut Listenpreisen einen Gesamtwert von rund 6,5 Milliarden Dollar (4,7 Milliarden Euro). Allerdings sind bei Flugzeugbestellungen Nachlässe im zweistelligen Prozentbereich üblich. Auf der Luftfahrtmesse in Dubai (bis 17. November) steuert Airbus dem Bericht zufolge auf Aufträge für insgesamt mehr als 150 Maschinen zu. Eine mögliche Entscheidung der Fluglinie Emirates, 30 weitere A380 zu ordern, sei darin noch nicht eingerechnet.

Der Airbus-Rivale Boeing hatte zum Auftakt der Messe am Sonntag bereits einen Rekordauftrag über insgesamt 26 Milliarden Dollar (19 Milliarden Euro) abgesahnt: Emirates Airlines orderte 50 neue Langstreckenflieger vom Typ 777 und sicherte sich Optionen auf 20 weitere Flugzeuge des Typs.

Nach der jüngsten globalen Marktprognose von Airbus werden Fluggesellschaften im Nahen Osten zwischen 2011 und 2030 etwa 1921 neue Passagier- und Frachtflugzeuge (mit mehr als 100 Sitzen) im Gesamtwert von 347,4 Milliarden US-Dollar benötigen. Boeing geht sogar von einem Bedarf von 2520 Maschinen im Wert von 450 Milliarden Dollar aus. Damit läge das Wachstum über dem weltweiten Schnitt.

Grund für die hohe Nachfrage sind nach Ansicht von Airbus neben der Flottenerweiterung und -erneuerung, die verstärkte Urbanisierung, die wachsende Anzahl von Megastädten und die insgesamt zunehmende Bedeutung der Region als geografischer Knotenpunkt und als Urlaubsziel.

Boeing-Marketingchef Randy Tinseth lobte am Montag in Dubai den Zukunftsglauben der Fluggesellschaften in der Region. Vor allem auf der langen Strecke konnten Emirates und andere in den vergangenen Jahren punkten - sie nutzen dabei ihre Heimatflughäfen wie Dubai als zentral gelegenes Drehkreuz für Verbindungen in alle Welt.

Airbus rechnet im Nahen Osten in den kommenden 20 Jahren mit einem überdurchschnittlich hohen Wachstum des Passagieraufkommens. Mit jährlich 6,4 Prozent wird es den Schätzungen zufolge deutlich über dem weltweiten Durchschnitt von 4,8 Prozent liegen. (dpa)

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