Air France-KLM weiter tief in roten Zahlen

31.07.2009 09:14 Uhr
Air France-KLM
Wegen der Luftfahrtkrise will Air France-KLM seine Beschäftigungszahlen anpassen
©Foto: KLM

Zur Wintersaison will die französisch-niederländische Fluggesellschaft Teile ihrer Flotte stilllegen

Roissy. Der größte europäische Luftfahrtkonzern Air France-KLM steckt weiter tief in den roten Zahlen. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2009/2010 flog das Unternehmen einen Verlust von 426 Millionen Euro ein. Im Vorjahresquartal hatte es nach revidierten Zahlen noch einen Gewinn von 149 Millionen Euro gemacht. Im Frachtbereich sei der Verkehr trotz einer Verringerung der Kapazitäten um 17,2 Prozent um 22,7 Prozent eingebrochen, berichtete das Unternehmen am Donnerstagabend in Roissy bei Paris. Die Erlöse für den Cargosektor verschlechterten sich um 41,5 Prozent auf 547 Millionen Euro. In der Wintersaison will Air France-KLM deswegen weitere Teile seiner Flotte stilllegen. Vier Frachtmaschinen werden betroffen sein, hieß es. Die Kapazitäten sollten um weitere fünf Prozent sinken. Zudem werde man die Beschäftigtenzahlen anpassen. Zahlen nannte das Unternehmen nicht. Nach Informationen des Finanzblattes „La Tribune“ von Anfang Juli will Air France-KLM jedoch deutlich mehr Stellen streichen als bekannt. Statt 2467 Arbeitsplätzen sollten bis 2011 jetzt 4480 von 54 .00 Stellen wegfallen. Für das zweite Quartal rechnet der Lufthansa-Konkurrent damit, dass sich der derzeitige Trend im Frachtbereich vermutlich fortsetzen wird. Eine progressive Verbesserung der Situation sei erst im zweiten Halbjahr zu erwarten. Die weltweite Luftfahrtkrise hat den europäischen Branchenprimus Air France-KLM im vergangenen Geschäftsjahr 2008/09 (31. März) erstmals seit seiner Entstehung 2004 tief in die Verlustzone gestürzt. Der Konzern verbuchte einen Verlust von 814 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte das Unternehmen noch 756 Millionen Euro verdient. (dpa/ag)

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