Peking/Hongkong. Die Fluggesellschaften Air China (Peking) und Cathay Pacific (Hongkong) überführen ihre Luftfrachtdivisionen in ein Gemeinschaftsunternehmen. Dieser Schritt wurde jetzt in Peking von beiden Airlines vertraglich besiegelt. An der neuen Air China Cargo Co Ltd. (ACC), so der Name des Joint Ventures, wird Air China 51 Prozent halten und Cathay 49 Prozent. Sitz der Gesellschaft und operatives Zentrum für die Frachtflüge ist Schanghai. Das künftige Leitungsgremium besteht aus sieben Mitgliedern, von denen Air China vier und Cathay drei Vertreter stellt. Die Basis der ACC-Flotte sind sieben Jumbo-Frachter B747-400F; weitere Cargoflugzeuge sollen in Kürze hinzukommen, kündigten beide Mutterkonzerne an. Zudem vermarktet ACC die gesamte Unterflur-Kapazität der Passagierflugzeuge von Air China. Luftfrachtexperten wie Dirk Steiger von Aviainform werten die Vereinbarung als weiteren Schritt zur Konsolidierung der chinesischen Luftfahrt. „Es zeichnet sich immer stärker ab, dass Pekings Regierung die Bildung von drei großen Gruppierungen um die Schwergewichte Air China, China Southern und China Eastern aktiv verfolgt“, so Steiger. Nur durch entsprechende Größe bei Flotte und Streckennetz seien die nationalen Airlines in der Lage, auf dem Weltmarkt künftig erfolgreich zu konkurrieren, lautet nach Aussage des Analysten die Konsolidierungs- und Wachstumsvorgabe durch die chinesische Politik. (hs)
Air China und Cathay zeichnen Cargo Joint Venture
Fluggesellschaften Air China und Cathay Pacific überführen ihre Luftfrachtdivisionen in ein Gemeinschaftsunternehmen