Toulouse. Die Fertigstellung des von Flugzeugbauer Airbus geplanten Frachters A330-200F verschiebt sich um sechs bis neun Monate. Statt das Cargoflugzeug wie ursprünglich geplant in der zweiten Hälfte dieses Jahres erstmals an Kundengesellschaften auszuliefern, soll dies nun zu einem noch näher festzulegenden Termin im 1. Halbjahr 2010 erfolgen. Für das Frachtflugzeug liegen mittlerweile 72 Bestellungen vor. Es soll laut Airbus wahlweise eine Nutzlast von 64 Tonnen über eine Strecke von 7400 Kilometer oder 69 Tonnen über 5930 Kilometer befördern können. Grund für die Terminverschiebung sind die von Airbus verfügten höheren Baukadenzen für die Passagierversion der A330, wodurch firmenintern Produktionskapazitäten vom Frachter auf das Reiseflugzeug umgelenkt worden sind. Auslöser dieser Maßnahme ist ausgerechnet Konkurrent Boeing. Das Bauprogramm für dessen so genannten Dreamliner, die B787, hat sich durch technische und organisatorische Probleme sowie einen mehrwöchigen Streik der Werksmechaniker im Herbst vergangenen Jahres inzwischen um rund zwei Jahre verzögert. Davon hat Hersteller Airbus profitiert, der dank der Boeing-Probleme wachsende Aufträge für sein Konkurrenzprodukt A330-200 verbuchen konnte. (hs)
A330-Frachter verzögert sich
Die Fertigstellung des von Flugzeugbauer Airbus geplanten Frachters verschiebt sich um bis zu neun Monate