München. Anlässlich der 16. Münchner Gefahrguttage wurde gestern Abend zum vierten Mal der Innovationspreis Gefahr/gut verliehen. Der Preis des Münchner Verlags Heinrich Vogel ging in diesem Jahr an den Stuttgarter Logistik- und Speditionsdienstleister LSU Schäberle. In festlichem Rahmen und mit 130 Teilnehmern wurde das Oxy-Reduct-Lagerkonzept des Gewinners gewürdigt. "Die Großchemie hat in den letzten Jahren begonnen, bei Lagerneubauten mittels Stickstoff den Brandschutz mit fast 100-prozentiger Sicherheit zu gewährleisten", erläuterte Hans-Günter Triebel, Mitglied der Jury und Vorsitzender des Gefahrgutvereins Deutschland (GGVD), die Hintergründe. "Nun hat ein Mittelständler das Konzept für einen eigenen Neubau weiterentwickelt und mit großem Aufwand in die Praxis umgesetzt. Im Vergleich zu den Chemieunternehmen, die ihre eigenen Produkte damit schützt, steht hier erstmals eine derart ausgestattete Halle für die Einlagerung fremder gefährlicher Güter der Wirtschaft zur Verfügung", begründete er die Wahl. Die 16-köpfige Jury, die sich aus dem Fachbeirat der Zeitschrift zusammensetzt, hat deshalb unter den eingegangenen Bewerbungen das Sauerstoff reduzierte Lagerkonzept von LSU Schäberle als besonders prämienwürdig gesehen. "Deutschland braucht gute Ideen", lobte Erich Greipel, Präsident der IHK für München und Oberbayern und Mitglied der Geschäftsführung der Metro, die Preisvergabe. "43 Prozent der deutschen Volkswirtschaft dreht sich um Distributionsaufgaben", betonte er. Hier mit Ideen sinnvoll tätig zu sein, lohne sich also für den Standort Deutschland." Gerade die innovativen mittelständischen Unternehmen wie LSU Schäberle zeigen, wie wichtig nicht nur gute Arbeit sei. Gemeinsam mit Thomas Maier, dem neuen Chefredakteur der Zeitschrift Gefahr/gut, überreichte er die markante Innovations-Skulptur und eine Urkunde an Thomas Schäberle, Geschäftsführer von LSU Schäberle. (sam)
4. Gefahr/gut-Innovationspreis verliehen
Logistikdienstleister LSU Schäberle gewinnt den Innovationspreis der Zeitschrift Gefahr/gut.