Mehr als 1500 Beschäftigte der Deutschen Post AG haben am Dienstag gegen die geplante Auslagerung von Arbeitsplätzen im Fahrdienst protestiert. "Die Deutsche Postgewerkschaft wird einen platten Ausverkauf des Fahrdienstes nicht hinnehmen", sagte das DPG Vorstandsmitglied, Rolf Büttner, auf einer Kundgebung in Neuss. Er forderte, die Pläne zurückzunehmen sowie Perspektiven für die Beschäftigten zu bieten. Nach Gewerkschaftsangaben will die Post bis Ende 2002 alle Transportleistungen an Fremdfirmen vergeben. Davon seien 12.000 Arbeitsplätze betroffen. Angesichts des ruinösen Lohn- und Sozialdumpings im Transportgewerbes sei das Vorhaben der Post AG auch politisch verfehlt, betonte Büttner. Eine Sprecherin der Post hatte die Angaben der Gewerkschaft zurückgewiesen. Von Plänen für eine vollständige Vergabe könne keine Rede sein. Auslagerungen aus wirtschaftlichen Gründen seien zwar geplant, würden jedoch in jedem Fall sozialverträglich erfolgen.(vr/dpa)
1500 Postler protestieren gegen geplante Auslagerungen
Post: Auslagerungen sollen sozialverträglich erfolgen