Wien. Österreich führt vor, wie ein erfolgreiches Mautsystem funktioniert: Mit einer einfachen aber zuverlässigen Technologie, der sogenannten GO-Box, wird seit 100 Tagen für Kraftfahrzeuge ab 3,5 t höchst zulässigem Gesamtgewicht auf den Autobahnen und Schnellstraßen eine fahrleistungsabhängige Gebühr erhoben. Seit Jahresanfang brachten mehr als 135 Mio. Mauttransaktionen rund 190 Mio. Euro an Einnahmen für die Alpenrepublik. Die Autobahnbetreibergesellschaft Asfinag rechnet für dieses Jahr mit Einnahmen von insgesamt rund 721 Mio. Euro. Der bei Kontrollen festgestellte Prozentsatz an Mautprellern liegt bei lediglich 1,8 Prozent. Diese gute Zahlungsmoral veranlasste die Betreibergesellschaft Europpass die Möglichkeit der Nachentrichtung der Mautgebühr zu vereinfachen. Seit Anfang April kann bei Kommunikationsproblemen zwischen GO-Box und Mautstelle innerhalb von 30 Minuten gebührenfrei unter der Hotline 0800 400 11 400 nachgemeldet werden. Die fällige Maut wird dann nachträglich verrechnet und das bislang nötige Ansteuern einer Vertriebsstelle entfällt. (tp/sb)
100 Tage erfolgreiche Lkw-Maut
Österreichs Mautbetreiber ziehen eine erste positive Bilanz. Die geringe Zahl an Mautverstößen führt nun zu einer Vereinfachung der Nachzahlung.