Kerstin Schreyer

Mit der Ernennung von Kerstin Schreyer sitzen nun fünf Ministerinnen am Kabinettstisch

©Margot Kramer/Atelier Krammer

Schreyer wird Verkehrsministerin in Bayern

Erstmals nach der Wahl muss das Kabinett in Bayern umgestellt werden. Regierungschef Söder nutzt den Wechsel von Verkehrsminister Reichhart in die Kommunalpolitik für ein Zeichen an seine Partei.

Seeon. Ministerpräsident Markus Söder nutzt den angekündigten Rücktritt von Bau- und Verkehrsminister Hans Reichhart für eine Erhöhung des Frauenanteils in der bayerischen Ministerriege. Die bisherige Sozialministerin Kerstin Schreyer wird Nachfolgerin von Reichhart. Die bisherige Sozialstaatssekretärin Carolina Trautner (alle CSU) rückt auf und wird Sozialministerin. Der bisherige Bürgerbeauftragte der Staatsregierung, Klaus Holetschek, wird Baustaatssekretär. Dies kündigte CSU-Chef Söder nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen am Donnerstag bei der Klausur der CSU-Landtagsfraktion im Kloster Seeon an. Durch die Ernennung sitzen nun fünf Ministerinnen am Kabinettstisch. „Damit erreichen wir erstmals in der Geschichte der CSU Parität bei Ministerbesetzungen“, sagte Söder.

Söder betonte, er habe sich auch ganz bewusst für eine interne Nachbesetzung aus der CSU-Fraktion entschieden. Trautner und Holetschek sollen am 6. Februar im Landtag vereidigt werden – Schreyer muss nicht erneut einen Eid leisten, da sie bereits Ministerin ist. „Ich habe den Eindruck, es passt bestens“, sagte Söder mit Blick auf seine neue Ministerriege.

Reichhart will Landrat werden

Die Umbesetzung des Ministerpostens wird notwendig, weil Reichhart am 1. Februar von seinem Kabinettsposten zurücktreten will. Reichhart verlässt den Ministerrat auf eigenen Wunsch, weil er sich am 15. März bei der Kommunalwahl in seinem schwäbischen Heimatlandkreis Günzburg für den Posten des Landrates zur Wahl stellt.

Reichharts Ernennung zum Verkehrsminister war nach der Landtagswahl 2018 eine der ganz großen Überraschungen in der Regierungsmannschaft Söders. Reichhart galt zwar immer als großes Talent in der Partei, wegen des schlechten Abschneidens der CSU bei der Wahl hatte der frühere Chef der bayerischen Jungen Union aber den Wiedereinzug in den Landtag verpasst. (dpa/ja)

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