Verkehrsgerichtstag startet mit Teilnehmer-Rekord

23.01.2013 11:12 Uhr
Lasermessung, Geschwindigkeit
Rechtliche Probleme bei der Geschwindigkeitsmessung sind ein Thema beim 51. Verkehrsgerichtstag in Goslar
© Foto: dapd/Mark Keppler

Alle Jahre wieder tagen Verkehrsfachleute beim Verkehrsgerichtstag in Goslar. Mit 1900 Teilnehmern erreicht die Veranstaltung in diesem Jahr Rekordbeteiligung. Das sind die Themen.

Goslar. Das geplante neue Punktesystem in Flensburg, die Zukunft der Fahrausbildung sowie Maßnahmen gegen Aggressionen im Straßenverkehr sind die Themen des 51. Verkehrsgerichtstags, der am Mittwoch in Goslar beginnt. Zu der Tagung der Deutschen Akademie für Verkehrswissenschaft werden mehr als 1900 Teilnehmer erwartet – mehr als je zuvor, sagte eine Sprecherin des Veranstalters. Angemeldet haben sich Verkehrsfachleute aus Ministerien und Verwaltungen, von Automobilclubs, Verbänden und Versicherern sowie Anwälte.

Aggressive Fahrweise ist nach Untersuchungen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherer (GDV) ein Hauptgrund für zahlreiche schwere Unfälle mit Toten und Verletzten. Die Fachleute wollen in Goslar die Ursachen für rüpelhaftes Verhalten auf den Straßen erörtern und nach Möglichkeiten suchen, die Verkehrsteilnehmer zu einer weniger angriffslustigen Fahrweise zu bewegen.

Diskutiert wird auch über die Einhaltung von Tempolimits sowie über tatsächliche und rechtliche Probleme mit der Geschwindigkeitsmessung. Auf der Tagesordnung stehen ferner das von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) angekündigte neue Punktesystem für Verkehrssünder, ein fairer Schadenersatz für dauerhaft geschädigte Verkehrsopfer und das Schadensmanagement der Rechtsschutzversicherungen. Der Verkehrsgerichtstag endet am Freitag mit Empfehlungen an den Gesetzgeber. (dpa)

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