Hamburg. Die meisten mittelständischen Unternehmen sind zufrieden mit ihrer Hausbank und halten ihr lange die Treue. Das zeigt eine Studie, für die das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag des Wirtschaftsmagazins „Impulse“ 1000 Mittelständler befragt hat. 84 Prozent der Studienteilnehmer arbeiten demnach seit mehr als zehn Jahren mit demselben Finanzier zusammen. Nur 17 Prozent der Befragten haben ihre Hausbank jemals gewechselt. „Trotz aller Verwerfungen, die den Bankensektor in den vergangenen Jahren erschütterten, die Zufriedenheit mit der Hausbank scheint unerschütterlich zu sein“, heißt es dazu in einem Beitrag von „Impulse“.
Auf einer Skala von null bis fünf (sehr schlecht bis sehr gut) verteilten die befragten Mittelständler an ihre Hauptbank Punkte von 3,5 bis 3,9. Bei der Bewertung von Service und Beratung liegen die Noten teilweise sogar noch höher. Als beste Mittelstandsbank wurden die Volks- und Raiffeisenbanken (3,9) eingestuft, dahinter landete die Hypo-Vereinsbank (3,9). Auf den Plätzen drei bis fünf in der Gesamtbewertung rangieren die Sparkassen (3,8), die Commerzbank (3,7) und die Deutsche Bank (3,5). Die meisten großen Mittelständler sind bei der Sparkasse (43 Prozent) unter Vertrag, dahinter folgen mit deutlichem Abstand die Volks- und Raiffeisenbanken (27 Prozent) und die Commerzbank (11 Prozent).
Die Umfrage belegt außerdem, dass viele Unternehmen als Hausbank schlicht jenes Geldinstitut wählen, bei dem sie ohne große Umstände ein Konto eröffnen können. Oft seien das die Filialen der Sparkassen oder der Genossenschaftsbanken an der Ecke, heißt es in dem „Impulse“-Beitrag. „Allenfalls, auch das zeigt die Studie, wählen Unternehmen noch ein Institut, bei dem sie schon jemanden kennen.“ Lediglich 25 Prozent der Befragten haben sich demnach aufgrund des guten Rufs für ein Geldhaus entschieden, weniger als zehn Prozent sind der aktiven Ansprache durch eine Bank oder der Empfehlung anderer Unternehmen gefolgt. (ag)