Mautprotest
Die deutlich höhere Mautsätze stoßen auf Widerstand in der Transportbranche (Bild: ddp)©ddp

Protestaktion: 2000 LKW legen Mittagspause ein

Beim deutschlandweiten Bummelstreik gegen die LKW-Mauterhöhung haben mehr LKW-Fahrer teilgenommen als erwartet

München. An der deutschlandweiten Protestaktion gegen die LKW-Mauterhöhung haben nach Angaben der Organisatoren rund 2000 LKW teilgenommen. „Es war für uns ein voller Erfolg“, sagte Björn Hellmers, Sprecher des Vereins Bewegung der Spediteure und Transporteure, der VerkehrsRundschau. Die Organisatoren hatten LKW-Fahrer und Transporteure dazu aufgerufen heute mit ihren Fahrzeugen zwischen 11.45 Uhr und 13.00 Uhr die Autobahn verlassen und auf Autobahnrastanlagen zu fahren. Damit sollte gegen die zum 1. Januar 2009 um bis zu 90 Prozent gestiegene LKW-Maut protestiert werden. An manchen Raststätten entlang der Autobahn A4 seien heute zur Mittagszeit 30 bis 50 Prozent mehr Plätze belegt gewesen als üblich, berichtete Hellmers, der als Disponent bei der Spedition Rexin Container tätig ist. „Wir hatten mit etwa 1000 Teilnehmern gerechnet. Tatsächlich haben 2000 LKW teilgenommen“, zeigte sich Hellmers zufrieden. Die Autobahnpolizei meldete dagegen normalen Betrieb. „Der LKW-Verkehr rollt ganz normal“, sagte ein Sprecher der Autobahnpolizei Hannover heute Mittag. Auch bei Hildesheim, Osnabrück, Bremen und Göttingen sei auf den Rastplätzen und Autohöfen alles leer und ruhig geblieben. Wichtiger noch als die erste Protestaktion sei es, dass mit der Kampagne und der Berichterstattung rund den heutigen Tag rund 50 Prozent der Spediteure in Deutschland erreicht worden. „Berlin hat uns wahrgenommen“, zeigte sich der Sprecher des Aktionsbündnisses überzeugt. Heute Abend werde über das weitere Vorgehen besprochen. „Wir machen sicher weiter“, bekräftigte Hellmers. (sb)

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