Brexit

Die Sorge der Branche vor einem harten Brexit wächst

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Mobilitätssektor warnt vor den Folgen eines harten Brexit

Das Deutsche Verkehrsforum rechnet auch für deutsche Unternehmen mit erheblichen Einschränkungen, Störungen und Mehrkosten.

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Berlin. Jörg Mosolf, Vorsitzender des Präsidiums des Deutschen Verkehrsforums (DVF), hat vor den Folgen eines harten Brexits gewarnt. „Sollte es zu einem harten, unkoordinierten Brexit ohne Übergangsphase kommen, bedeutet das nicht nur für die britischen Bürger und Unternehmen hohe Belastungen, sondern auch für deutsche Unternehmen des Mobilitätssektors erhebliche Einschränkungen, Störungen und Mehrkosten“, führt er an.  Eine Umfrage des DVF unter seinen Mitgliedsunternehmen zeige, dass die Branche vor allem Unsicherheiten bei den Verkehrsrechten für Verkehrs- und Logistikunternehmen, steigende Kosten durch Zölle und höheren Koordinierungsbedarf sowie eine eingeschränkte Flexibilität beim Personaleinsatz erwarte. „Wir befürchten eine deutliche Einschränkung des Warenaustauschs mit Großbritannien, die Logistikketten zwischen britischen und deutschen Unternehmen werden ausgebremst", machte Mosolf deutlich.

In der Umfrage hatten die DVF-Mitglieder mehrere kritische Punkte zusammengetragen. So müssten beispielsweise für den Tag des Übergangs Zwischenlager eingerichtet oder bilateral Verfahren festgelegt werden, da Waren quasi während des Transportes zollpflichtig würden. Gleichermaßen müssten die Logistiker kurzfristig Transportrouten ändern oder Notfallrouten planen. Grundsätzlich steige auch der Koordinierungs- und Lageraufwand bei den Logistikern. Auch der Zeitaufwand für den Transport wachse erheblich durch die Zollabfertigung.

Ferner ergebe sich unter anderem eine unklare verkehrsrechtliche Situation mit negativen Einflüssen auf den Flugbetrieb. So seine einige Luftfrachtbetreiber auf Zwischenlandungen auf britischen Flughäfen angewiesen. Bei einem harten Brexit müsse Fracht beim Zwischenstopp auf britische Airlines umgeladen werden, um bestehende Logistikketten aufrecht zu erhalten. Auch für die Schifffahrt ergäben sich administrative Hürden, da Schiffe im Linienverkehr entlang der europäischen Küste die EU verlassen und wieder zurückkehren.

Insgesamt befürchtet die Branche, dass das Verkehrs- und Transportvolumen zwischen Deutschland und Großbritannien stark abnehmen wird. Dadurch sinke auch die Auslastung der Fahrzeuge und die Kostendeckung, betonten die DVF-Mitglieder. (sno)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special ZOLLRECHT & AUSSENHANDEL.

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