DGB, Infoaktion, Mindestlohn

Seit 2015 berät der DGB bundesweit osteuropäische Lkw-Fahrer zu ihrem Recht auf den deutschen Mindestlohn (Archivbild)

©Carsten Rehder/dpa/picture-alliance

DGB berät osteuropäische Lkw-Fahrer an Raststätte

Im Rahmen des Projekts „Faire Mobilität“ informiert der Deutsche Gewerkschaftsbund an der Autobahn 3 in Hessen die mitunter schlechter bezahlten Lkw-Fahrer aus dem EU-Ausland über ihre Rechte – zum Beispiel über den deutschen Mindestlohn.

Rodgau. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) kritisiert Lohn- und Sozialdumping bei osteuropäischen Lkw-Fahrern. „Alle, die in Deutschland fahren, müssen auch den gleichen Lohn für gleiche Arbeit am gleichen Ort bekommen“, forderte Michael Wahl vom DGB-Projekt „Faire Mobilität“ am Dienstag bei einer Beratungsaktion für osteuropäische Fahrer auf der Autobahnraststätte Weiskirchen an der Autobahn 3 Frankfurt-Würzburg.

Immer mehr Fahrer osteuropäischer Herkunft unterschrieben bei deutschen Firmen einen Arbeitsvertrag, bekämen in der Regel aber keinen Tarif, sondern nur Mindestlohn, sagte Wahl. Zugleich stellten immer mehr Unternehmen ihre Fahrer nicht mehr in Deutschland ein, sondern gründeten Niederlassungen in Osteuropa. Deshalb klärt der DGB die Lkw-Fahrer über ihre Rechte auf – vor allem bezüglich des deutschen Mindestlohns.

Der Mindestlohn für die Fahrer in diesen Ländern liege deutlich unter dem in Deutschland und mache etwa ein Drittel ihrer Bezahlung aus. Die übrigen zwei Drittel seien Spesen. Damit kämen die Fahrer unterm Strich in etwa auf den deutschen Mindestlohn. Zugleich lebten und arbeiteten sie aber drei Monate oder länger in ihren Fahrzeugen. „Ihr ganzes Leben spielt sich in den Lastwagen ab.“ (dpa/ag)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special ARBEITSRECHT & PERSONALWESEN.

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