Luftfracht

Laut Flughafenverband ADV liegt das Gesamtaufkommen der Luftfracht nur wenig unter dem Vorjahresniveau

©Michael Westermann/imago

Corona: Luftfracht dank guter Zusammenarbeit fast auf Vorjahreswert

Die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen lobt während der Corona-Pandemie die Zusammenarbeit aller Beteiligten in der Luftfrachttransportkette, die dem Verband zufolge die Luftfracht nahezu auf dem Niveau des Vorjahres gehalten hat.

Berlin. Laut Flughafenverband Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV) haben alle Beteiligten an der Luftfrachttransportkette dazu beigetragen, dass die Luftfracht trotz Corona-Krise nur wenig unter dem Vorjahresniveau liegt. Das geht aus einer Pressemitteilung des Verbandes hervor. Das Gesamtaufkommen der Luftfracht lag demnach im Vergleich zum Vorjahr in den letzten Wochen bei circa minus zehn Prozent. Das Importaufkommen zeige teilweise sogar Wachstumsraten um 30 Prozent und habe sich dabei deutlich besser entwickelt als der Export. Auch sprunghaft gestiegene Einzelsendungen markieren die Besonderheit des Luftfrachtimportes in dieser Phase. Wichtige Wirtschaftsbranchen hätten vor allem beim grenzüberschreitenden Transport den Luftverkehr als Alternative zum Landverkehr genutzt. Weiter heißt es, die Corona-Krise habe gezeigt, dass Flughäfen für die Versorgung der Bevölkerung ebenso unverzichtbar wie für die Lieferketten der heimischen Unternehmen seien. Alle Flughäfen in Deutschland waren dauerhaft betriebsbereit, so die ADV. Besonders die Cargodrehkreuze wurden in der Krise Tag für Tag zum Umschlagplatz für dringend benötigte medizinische Güter und Hygieneartikel.

Gute Zusammenarbeit gleicht Wegfall von Belly-Fracht aus

Alle Beteiligten an der Luftfrachttransportkette – Versender, Speditionen, Broker, Abfertigungsgesellschaften, Airlines, Behörden und die Flughäfen – hätten es geschafft, den Wegfall der Beilade-(„Belly“-) Fracht nahezu zu kompensieren. Zahlreiche zusätzliche Adhoc-Frachtcharterverkehre seien durchgeführt worden.

Die Entwicklung der Luftfracht Tonnage im Vergleich zum Vorjahr zeigt den Tiefpunkt Mitte April (Ein- und Ausfuhren). Gleichzeitig werde deutlich, dass die fehlenden Kapazitäten bei der Belly-Fracht zunehmend substituiert werden konnten. So gelang es, die Logistikketten aufrechtzuerhalten beziehungsweise über neue Routings zu führen. Flughäfen sind von der Corona-Pandemie besonders hart betroffen. Der Passagierverkehr ist laut ADV seit Ende März 2020 um 98 Prozent eingebrochen. An vielen Standorten fand bis zur aktuell laufenden Woche nahezu kein Flugverkehr statt. Dennoch hätten die Flughäfen zu jeder Zeit wichtige Transport- und Lieferketten aufrechterhalten. „Die COVID-19-Krise hat einmal mehr gezeigt, auf die Flughäfen als strategisch wichtige Infrastrukturen für die Luftfrachtlogistik ist Verlass“, so Ralph Beisel, Hauptgeschäftsführer des Flughafenverbandes ADV. (ja)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special LUFTFRACHT & AIRCARGO.

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