Alkoholkontrolle am Rastplatz

Neben Kontrollen sollen verpflichtende Alkohol-Wegfahrsperren in Fahrzeugen Unfälle verhindern, fordert eine Mehrheit der Bundesbürger (Symbolfoto)

©Uwe Anspach/dpa/picture-alliance

Breite Mehrheit für verpflichtende Alkohol-Wegfahrsperren

Laut einer aktuellen Umfrage befürworten 86 Prozent der Bundesbürger verpflichtende Alkohol-Wegfahrsperren in gewerblich genutzten Nutzfahrzeugen.

Berlin. Eine breite Mehrheit der Bundesbürger befürwortet verpflichtende Alkohol-Wegfahrsperren in Fahrzeugen. So befürworten 86 Prozent Wegfahrsperren in gewerblich genutzten Nutzfahrzeugen wie Transportern oder Lastkraftwagen. Das hat eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag des TÜV-Verbands unter 1002 Personen ab 18 Jahren ergeben.

„Wegfahrsperren sind ein wirksames Instrument, um Autofahrten unter Alkoholeinfluss zu verhindern“, sagte Marc-Philipp Waschke, Verkehrssicherheitsexperte beim TÜV-Verband (VdTÜV). „Einige Transportunternehmen haben heute schon freiwillig Alkohol-Wegfahrsperren in ihren Fahrzeugen im Einsatz.“ Laut der Umfrage sind 62 Prozent der Befragten auch dafür, Wegfahrsperren in allen privat genutzten Fahrzeugen einzubauen. Frauen befürworten das mit 69 Prozent deutlich häufiger als Männer mit 55 Prozent.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes standen im Jahr 2018 bei 13.447 Unfällen mit Personenschaden die Fahrer unter Alkoholeinfluss. Das entspricht einem Anstieg von 4,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Nach den letzten verfügbaren Zahlen sind im Jahr 2017 bei Alkoholunfällen 231 Menschen ums Leben gekommen, weitere 4.531 wurden schwer verletzt. (tb)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special VERKEHRSSICHERHEIT.

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Verkehrssicherheit, TÜV Nord


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