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Arbeitnehmer-Umfrage: Karrierekiller Homeoffice?

Eine Arbeitnehmer-Umfrage beschäftigt sich mit der Frage, ob das Homeoffice für die Karriere schädlich sein könnte
© Foto: Maryna Andriichenko/istockphoto.com

Verursacht die Arbeit im Homeoffice einen Karriereknick? Oder kommen Beschäftigte, die komplett oder teilweise zuhause arbeiten, beruflich genauso gut voran wie ihre Kollegen im Büro? Diesen Fragen geht eine aktuelle Umfrage von Enreach auf den Grund.


Datum:
21.06.2022
Autor:
Stefanie Schuhmacher
Lesezeit: 
3 min
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Deutschlands Arbeitnehmer glauben, dass ihre Karriere im Homeoffice genauso gut voranschreitet wie im Büro. Das zeigt eine aktuelle Befragung, die Enreach, einer der führenden europäischen Anbieter von Unified-Communications- und Cloud-Contact-Center-Lösungen, in Zusammenarbeit mit dem Markt- und Meinungsforschungsinstitut YouGov durchgeführt hat. 

Bei der Umfrage rund um Verhalten und berufliche Entwicklung bei der Arbeit im Homeoffice gegenüber der Arbeit im Büro gaben 58 Prozent der Befragten an, dass sie keine negativen Auswirkungen des Homeoffice auf ihr berufliches Fortkommen spüren. Nur jeder fünfte Umfrage-Teilnehmer (21 Prozent) war der Meinung, dass die eigene Karriere im Homeoffice nicht so gut voranschreitet wie bei einer Tätigkeit im Büro.

"Es ist an der Zeit, dass wir die Diskussionen rund um Homeoffice oder Büro hinter uns lassen. Die Arbeit von zuhause aus hat sich in der hybriden Arbeitswelt längst als fester Bestandteil neben dem Büro etabliert - das zeigt sich unter anderem daran, dass die meisten Beschäftigten keine negativen Auswirkungen auf ihre Karrierechancen fürchten. Die Pandemie hat auch in Unternehmen, in denen das Homeoffice vorher kritisch gesehen wurde, zu einem Umdenken geführt: Produktive und erfolgreiche Arbeit ist nicht abhängig von der Präsenz an einem festen Platz im Unternehmen - das haben die vergangenen Jahre unter Beweis gestellt. Damit das auch so bleibt und die ortsunabhängige Arbeit dauerhaft für alle Beteiligten funktioniert, müssen Unternehmen jetzt die Weichen stellen", sagt Ralf Ebbinghaus, Geschäftsführer der Enreach. 

Auch im Homeoffice in Kontakt bleiben

Wer im Homeoffice allein vor dem Computer sitzt ohne persönliche Kontakte zu Kunden, Vorgesetzten und Kollegen kann das eigene Netzwerk nur schwer auf- oder ausbauen und sich profilieren - damit fehlen zentrale Voraussetzungen für den beruflichen Aufstieg. Für Beschäftigte im Homeoffice ist es daher wichtig, mit Auftraggebern, Führungskräften und Teammitgliedern in Kontakt zu bleiben, um auf sich aufmerksam und ihre Leistungen sichtbar zu machen. Dabei können sie mit guter Selbstorganisation und Eigeninitiative punkten, indem sie beispielsweise zusätzliche Aufgaben oder Projekte übernehmen.

"Mitarbeiter, die komplett oder teilweise im Homeoffice arbeiten, müssen genauso präsent sein wie Mitarbeiter im Büro. Das ist einerseits eine Herausforderung für Führungskräfte, die alle Beschäftigten unabhängig von ihrem Arbeitsort miteinbeziehen, gleiche Chancen und Rahmenbedingungen für alle schaffen müssen. Auf der anderen Seite sind aber auch die Mitarbeiter selbst gefordert, sich aktiv einzubringen und Kontakt aufzunehmen", erläutert Enreach Geschäftsführer Ebbinghaus. 

Damit Menschen unabhängig von ihrem Arbeitsort miteinander in Kontakt bleiben, benötigen sie zeitgemäße Kommunikationslösungen, die ihnen alle Funktionen für den Austausch mit Kollegen, Vorgesetzten und Kunden bieten und eine problemlose Zusammenarbeit sicherstellen. Die externe Kommunikation mit Kunden und Partnern bewerteten die Teilnehmer an der Enreach Umfrage überwiegend positiv: Etwa die Hälfte der Befragten (51 Prozent) gab an, dass diese im Homeoffice genauso gut läuft wie im Büro. Weitere 21 Prozent finden sogar, dass sich die Kommunikation mit externen Gesprächspartnern im Vergleich zum Büro verbessert hat.

Schlechtere Kommunikation mit dem Chef

Ein anderes Bild zeigt sich bei der internen Kommunikation: Zwar halten 46 Prozent die Kommunikation mit Vorgesetzten sowie 43 Prozent die Kommunikation mit Kollegen für unverändert, doch für 27 bzw. 33 Prozent der Befragten hat sich die Kommunikation mit Vorgesetzten bzw. Kollegen im Homeoffice verschlechtert.

"Wertschöpfender menschlicher Kontakt wird in der Arbeitswelt immer wichtiger, während sich die Menschen, die miteinander in Kontakt treten, immer seltener am selben Ort aufhalten. Technologien können dabei helfen, Distanzen zu überwinden und Menschen näher zusammenzubringen, sie sollten aber nie zum Selbstzweck werden", so Ralf Ebbinghaus. "Verantwortlichen muss klar sein, dass es auf dem Weg in die neue Normalität nicht in erster Linie um einen Austausch von Technik geht, sondern darum echten Mehrwert für das Unternehmen und die dort arbeitenden Menschen zu schaffen. Mit unserem Angebot an Converged Contact Solutions unterstützen wir sie dabei: Wir stellen die Nutzer mit ihren individuellen Bedürfnissen in den Mittelpunkt und zielen darauf ab, ihnen das Leben leichter zu machen."

Über die Umfrage

Die genannten Daten basieren auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland, an der im April 2069 Personen teilnahmen, davon 548 Befragte, die (teilweise) im Homeoffice arbeiten. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren. (ste)

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