Zufall: Umsatz- und Sendungsplus in 2008

21.04.2009 17:23 Uhr

Umsatz steigt um 3,9 Prozent / mit Kurzarbeit die Krise überbrücken / Umsatzrückgang zu Jahresbeginn

Göttingen. Die Zufall Logistics Group ist im Geschäftsjahr 2008 gewachsen: Der mittelständische Speditions- und Logistikdienstleister steigerte nach eigenen Angaben seinen Umsatz auf 241,6 Millionen Euro. Das entspricht einem Plus von 3,9 Prozent. Zugelegt haben auch die Sendungszahlen. Gegenüber 2007 nahmen sie in der abgelaufenen Periode um 2,5 Prozent auf 2,98 Millionen Sendungen zu. Mit den Erlösen habe man schwarze Zahlen geschrieben, es sein ein erfolgreiches Geschäftsjahr gewesen, so eine Unternehmenssprecherin. Aktuell verzeichnet der Logistikdienstleister einen Rückgang von 15 Prozent bei Auftragsvolumen und Umsatz. Dieser könne sich laut der Sprecherin durch das Jahr ziehen. Im Geschäftsbereich Kontraktlogistik verbuchte die Zufall ein Umsatzplus von 9,89 Prozent auf 16,44 Millionen Euro – und damit den höchsten Zuwachs über alle Geschäftsfelder hinweg. Die Entwicklung hat sich auch auf die Mitarbeiterzahlen ausgewirkt. 2008 beschäftigte das Familienunternehmen 1398 Mitarbeiter. Das entspricht einem Zuwachs von 5,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. „Mit unserer Strategie 2012 haben wir den Grundstein für eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung gelegt. Und durch unsere Investitionen in neue Speditions- und Logistikanlagen stellen wir das operative Geschäft auf breitere Füße“, erklärt Jürgen Wolpert, Geschäftsführer von Zufall. „Wir wollen zusätzliche Marktanteile und weitere zufriedene Kunden hinzugewinnen. Dadurch sichern wir unsere Zukunft als mittelständisches Unternehmen in Familienbesitz“, so Wolpert zu seinen Zielen. Das größte Entwicklungspotenzial biete sich vor allem außerhalb der bisherigen Kernregionen des Unternehmens. Die Weltwirtschaftskrise habe im November vergangenen Jahres auch die Transport- und Logistikbranche erreicht und halte derzeit noch an. In der Göttinger Firmenzentrale ist man optimistisch, dass die Rezession nur vorübergehend sein wird: „Wir betrachten die Kurzarbeit, die wir im März für sechs Monate angemeldet haben, als wirksame Übergangslösung. Bei allen unternehmerischen Entscheidungen steht für uns die Zukunftssicherung im Fokus.“ Im Rückblick mache es sich bezahlt, dass eine vorausschauende und konservative Finanzpolitik betrieben worden sei. Auf Basis dieser finanziellen Grundlage werde man nit allen Mitarbeitern die „schwierige Zeit überbrücken“. (sv)

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