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Zementfrachter im Golf von Aden gekapert

Im Golf von Aden haben Piraten einen Zementfrachter gekapert. Die vom Schiff gewählte Route gilt als relativ sicher.
© Foto: ddp/David Hecker

"MV Suez" von somalischen Piraten entführt / Überfall im internationalen Schifffahrtskorridor / Gebiet gilt als relativ sicher


Datum:
02.08.2010
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Nairobi/Mogadischu. Somalische Piraten haben am Montag den unter der Flagge Panamas fahrenden ägyptischen Frachter „MV Suez" gekapert. Ein Sprecher der EU-Marinemission Atalanta berichtete, das mit Zementsäcken beladene Schiff sei im Internationalen Schifffahrtskorridor im Golf von Aden überfallen worden. Dieses Gebiet gilt als relativ sicher, weil dort ständig Kriegsschiffe der EU und anderer Staaten patrouillieren.

Ein Atalanta-Hubschrauber wurde nach dem ersten Hilferuf der Schiffsbesatzung in das Gebiet geschickt, konnte aber nur bestätigen, dass Piraten die Kontrolle über das Schiff übernommen haben. Eine Kontaktaufnahme scheiterte. An Bord der „MV Suez" befinden sich 23 Seeleute aus Ägypten, Pakistan, Sri Lanka und Indien. Inzwischen hat das Schiff Kurs auf die somalische Küste genommen.

Somalische Piraten haben nach regierungsunabhängigen Angaben derzeit mindestens 22 Schiffe und fast 400 Seeleute in ihrer Gewalt.

Die Schiffe und ihre Besatzung werden in Häfen der halbautonomen Region Puntland im Nordosten Somalias festgehalten. Die Lösegeldverhandlungen ziehen sich oft über Monate hin. So ist ein britisches Seglerpaar bereits seit mehr als neun Monaten in der Gewalt von Piraten, die wiederholt gedroht hatten, ihre Gefangenen zu töten.

Das vom Bürgerkrieg zerrissene Somalia hat keine eigene Küstenwache. Die Küste vor Somalia gilt als eines der gefährlichsten Gewässer für die internationale Schifffahrt. Piraten, die von Atalanta-Marinesoldaten oder anderen der im Golf von Aden und im Indischen Ozean patrouillierenden Schiffe auf frischer Tat festgenommen werden, werden in Kenia und auf den Seychellen vor Gericht gestellt. Wegen der Militärpräsenz im Golf von Aden haben die Seeräuber ihre Angriffe in den vergangenen Monaten zunehmend in den Indischen Ozean verlagert und sogar Schiffe zwischen den Seychellen und Indien angegriffen. (dpa) 

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