Hamburg. Die deutschen Häfen und die darin angesiedelten Unternehmen sorgen mit ihren hohen Investitionen weiterhin für ein kleines Konjunkturprogramm. Darauf wies Detthold Aden, Präsident des Zentralverbands der Deutschen Seehafenbetriebe (ZDS), am Donnerstag vor Journalisten in Hamburg hin. Bis 2010 würden rund acht Milliarden Euro in den Ausbau der Häfen fließen. Die private Hafenwirtschaft sei mit rund drei Milliarden Euro dabei. Die Investitionsbereitschaft sei Ausdruck des ungebrochenen Vertrauens der Häfen und ihrer Unternehmen in die Zukunft. So werde der Seegüterumschlag in den Nord- und Ostseehäfen bis 2009 um durchschnittlich 4,5 Prozent zulegen. In diesem Zusammenhang unterstrich Aden, wie wichtig die neue, inzwischen vom Bundesverkehrsverkehrsministerium in Auftrag gegebene „Seeverkehrsprognose" sei. So wurde die eigentlich für 2015 angepeilte Containermenge bereits zehn Jahre früher, nämlich 2005, erreicht. Die neue Prognose sei auch eine wichtige Argumentationshilfe, mit der der weitere Ausbau der Häfen begründet werden könne. Zudem seien verlässliche Mengengerüste für die langfristige Infrastrukturplanung – gerade im Seehafen-Hinterland-Verkehr – erforderlich. Großes Lob zollte Aden der Bundesregierung schon jetzt dafür, dass „der Bund seine Bemühungen um leistungsfähige und anforderungsgerechte Anbindungen unserer Häfen verstärken wird". Wichtig sei in diesem Zusammenhang das neue Planungsbeschleunigungsgesetz. Es werde einen wichtige Beitrag dafür leisten, dass die Planungszeiten für wichtige Hinterlandanbindungen verkürzt werden könnten. (eha)
ZDS-Präsident Aden: Acht Milliarden Euro fließen bis 2010 in die Häfen
Prognose: Der Seegüterumschlag in den Nord- und Ostseehäfen werde bis 2009 um durchschnittlich 4,5 Prozent zulegen