Wiesbaden. Die weltweite Rezession trifft auch die Luftfrachtbranche. Dies meldet das Statistische Bundesamt (Destatis) im Rahmen seiner vierteljährlichen Erhebung des Preisindex für Luftfracht. Dennoch lagen die Preise für von deutschen Flughäfen abgehende Luftfrachttransporte im vierten Quartal 2008 durchschnittlich um 1,6 Prozent höher als im vierten Quartal 2007. Gegenüber dem dritten Quartal 2008 fielen die Preise allerdings um 19,3 Prozent. Der starke Rückgang im vierten Quartal 2008 kompensierte damit laut Statistiker die überdurchschnittlichen Preisanstiege in den ersten drei Quartalen des Jahres 2008. Regional betrachtet zeigten sich laut Erhebung im Vergleich zum Vorjahresquartal Unterschiede: Kam es bei Transporten in den Asien-Pazifik-Raum zu Preissteigerungen um 7,0 Prozent - nach Korea sogar um 13,6 Prozent -, fielen die Preise für Luftfracht nach Nordamerika um durchschnittlich 5,1 Prozent. Bei der Betrachtung der wichtigsten Zielländer konnten sich Kunden mit Fracht nach Mexiko über Preise freuen, die um gut zehn Prozent niedriger lagen. Gegenüber dem Vorquartal gab es auf allen Relationen zweistellige Preisrückgänge. Während die Preise für Transporte nach Nordafrika und in den Nahen Osten um 20,9 Prozent nachgaben, waren Transporte zu europäischen Zielen mit einem Rückgang um 13,9 Prozent und Australien (- 12,8 Prozent) von etwas geringeren Abschlägen betroffen. Maßgeblich für die Rückgänge war der Rohölpreis, der im vierten Quartal 2008 deutlich nachgab: so lag der deutsche Einfuhrpreisindex für Rohöl im Dezember 2008 um 46,4 Prozent unter dem Vorjahresstand. Dementsprechend senkten auch die Fluggesellschaften ihre Kerosinzuschläge. Die schwache Konjunktur und damit verbundene rückläufige Beförderungsmengen setzten laut Destatis zudem die Basisfrachtraten unter Druck. (sb)
Wirtschaftskrise setzt Luftfrachtpreise unter Druck
Statistisches Bundesamt meldet für 4. Quartal 2008 fallende Preise für Luftfrachttransporte