Den schnellen Ausbau der Donau in Niederbayern haben die ostbayerischen Wirtschaftskammern gefordert. "Der Transportweg Donau gehört zu den wenigen natürlichen Standortvorteilen der Region", heißt es in einer am Mittwoch in Straubing veröffentlichten Erklärung der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz sowie der zwei Industrie- und Handelskammern in den beiden Bezirken. Es sei nicht weiter hinnehmbar, dass die europäische Wasserstraße auf einem 69 Kilometer langen Stück nicht ausgebaut ist. Die Binnenschifffahrt sei wegen des immer wieder auftretenden Niedrigwassers in dem Gebiet derzeit nicht konkurrenzfähig, sagten Vertreter der Wirtschaftsverbände. An der niederbayerischen Donau müssten Auftraggeber, Reedereien und Häfen deshalb fürchten, dass Schiffe Ladung reduzieren müssen oder der Verkehr ganz eingestellt wird. Über den geplanten Donauausbau bei dem Flussabschnitt zwischen Straubing und Vilshofen bei Passau wird bereits seit über einem Jahrzehnt heftig gestritten. Dabei geht es insbesondere um die mögliche Errichtung von Staustufen. Umweltschützer lehnen eine Kanalisierung des Flusses vehement ab und verlangen einen "sanften" Ausbau. (vr/dpa)
Wirtschaftskammern fordern schnellen Ausbau der Donau
Häufig auftretendes Niedrigwasser behindert die Schifffahrt, klagen die Verbände