Potsdam. Auf den brandenburgischen Wasserstraßen ist das Aufkommen der per Schiff transportierten Güter weiter drastisch gesunken. In den Binnenhäfen wurden im vergangenen Jahr nur noch 3,7 Millionen Tonnen umgeschlagen, teilte der Landesbetrieb für Datenverarbeitung und Statistik (LDS) in Potsdam mit. Gegenüber 2002 sei das ein Rückgang um 17 Prozent. Der grenzüberschreitende Verkehr habe mit 0,91 Millionen Tonnen einen Anteil von knapp 25 Prozent am Gesamtumschlag erreicht. Dies entspreche einer Zunahme um mehr als 16 Prozent im Vergleich zu 2002. Bei 2,76 Millionen Tonnen handle es sich um Transporte innerhalb Deutschlands. Die Grenzzollstellen registrierten 2003 den Angaben zufolge einen Eingang von zwei Millionen Tonnen Gütern. So seien u.a. 0,93 Millionen Tonnen fester mineralischer Brennstoffe und 0,3 Millionen Tonnen Steine per Schiff über die Grenze nach Brandenburg gekommen. Im Gegenzug verließen über eine halbe Million Tonnen Güter das Land. Dabei handelte es sich vor allem um Eisen und Stahl sowie Nahrungs- und Futtermittel. Brandenburg verfügt über beschiffbare Wasserstraßen mit einer Gesamtlänge von 1.600 Kilometern und damit über das längste Netz innerhalb der neuen Bundesländer. Die Landesregierung hatte sich in den 90er Jahren das Ziel gestellt, möglichst viele Transporte von der Straße auf das Wasser zu verlagern. Dennoch sei der Trend stark rückläufig, hieß es. (dpa)
Weniger Transporte auf Brandenburgs Wasserstraßen
In den Binnenhäfen wurden im vergangenen Jahr 3,7 Millionen Tonnen umgeschlagen / Minus von 17 Prozent