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Weitere Zugausfälle wegen Lokführerstreik drohen

Claus Weselsky (rechts), Chef der Lokführergewerkschaft GDL, schließt auch in der kommenden Woche weitere Streiks nicht aus
© Foto: Wolfgang Kumm/dpa/picture alliance

Die GDL legt auch den zweiten Tag in Folge weite Teile des Verkehrs bei der Deutschen Bahn lahm. Insbesondere die vom Unternehmen vorgeschlagene Laufzeit von 40 Monaten für den Tarifvertrag sorgt für Unmut.

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Berlin/Frankfurt. Kunden der Deutschen Bahn müssen sich auch an diesem Donnerstag auf Verspätungen und Zugausfälle einrichten. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) setzt ihren am Mittwoch begonnenen Streik im Güter- und Personenverkehr noch bis in die Nacht zum Freitag fort. Die Bahn setzt nach eigenen Angaben alles daran, am Freitag wieder den Regelbetrieb zu fahren.

Wie bereits am Vortag sollen auch am Donnerstag nur rund 25 Prozent der Fernzüge nach einem Sonderfahrplan verkehren, hat die Deutsche Bahn angekündigt. Insbesondere in den westdeutschen Regionetzen könnten erneut etwas mehr Züge fahren, weil hier noch mehr beamtete Lokführer ohne Streikrecht ihren Dienst tun. Wegen des höheren Organisationsgrads der GDL im Osten waren unter anderem zwischen Berlin, Leipzig und Dresden am Mittwoch kaum Züge unterwegs.

Entscheidung über weitere Streiks soll in der kommenden Woche fallen

GDL-Chef Claus Weselsky hat bereits mit weiteren Streiks gedroht. Insbesondere die von der Bahn vorgeschlagene lange Laufzeit von 40 Monaten für den Tarifvertrag müsse vom Tisch. Zu seinen Gefolgsleuten sagte Weselsky: „Ich verspreche euch nicht, dass es am Freitag schon vorbei ist. Aber wir gehen sorgsam mit unserer Tarifmacht um.“ Eine Entscheidung über weitere Arbeitskampfmaßnahmen soll erst in der kommenden Woche fallen.

Nicht bestreikt werden Konkurrenten der Deutschen Bahn, die im Regional- und Güterverkehr beträchtliche Marktanteile haben. Bei ihnen kam es am Mittwoch ihren Verbänden zufolge nur zu vereinzelten Störungen.

Streikende fordern mehr Lohn und eine Corona-Prämie

Die Lokführergewerkschaft kämpft um mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen für ihre Mitglieder bei der Deutschen Bahn. Anders als die größere Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) will sie in diesem Jahr keine Nullrunde bei den Gehältern akzeptieren. So will die GDL bei den Mitarbeitern im internen Machtkampf mit der EVG punkten.

Die GDL fordert Lohnerhöhungen wie im öffentlichen Dienst von rund 3,2 Prozent sowie eine Corona-Prämie von 600 Euro im laufenden Jahr. Die Laufzeit des Tarifvertrags soll 28 Monate betragen. Auch um Betriebsrenten wird gerungen. Wegen Milliardenverlusten in der Pandemie will die Bahn die Erhöhung auf spätere Stufenzeitpunkte verteilen, bei einer Vertragslaufzeit von 40 Monaten. Hinzu kämen Leistungen zur Altersvorsorge und der Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen. (dpa/sn)

 

 

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KOMMENTARE


Detlef Schulze

12.08.2021 - 13:35 Uhr

Der Herr Weselsky mag ja recht haben, mit der Behauptung, die DB Manager stopfen sich die Taschen voll, nur muß er sich mal die Frage gefallen lassen, was verdient er als Gewerkschafter. Bekommt er nur sein Lohn als Lokführer und eine Aufwandsentschädigung, oder stopft er sich auch die Taschen mit den Gewerkschaftsbeiträgen voll? Man hat ja gesehen wie es bei dem "Betriebsrat Osterloh" von VW rauskam. Millionenvergütung als Gewerkschafter, wie soll er da die kleinen Leute verstehen/vertreten, diese Machtspielchen von Herrn Weselsky, sind eines Gewerkschafters nicht würdig,


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