Frankfurt/Main. Nach den gescheiterten Tarifverhandlungen im hessischen Speditions- und Logistikgewerbe ist es am Montag in Bischofsheim bei Rüsselsheim zu einem Warnstreik gekommen. Laut der Gewerkschaft Verdi und dem Betriebsrat legten rund 60 Beschäftigte der Firma „Distributions GmbH 44“ für etwa zwei Stunden die Arbeit nieder. Die Polizei habe eine Blockade des Werksgeländes wegen Verkehrsbehinderungen wieder aufgehoben, sagte Betriebsrat Roland Blumenauer. Die Gewerkschaft hatte in den Ende Oktober gescheiterten Verhandlungen 3,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt für zwölf Monate gefordert. Die Arbeitgeber hätten nach fünf Nullmonaten stufenweise Erhöhungen von 1,9 und 2,0 Prozent bis Oktober 2007 angeboten. Zudem hätten sie längere Arbeitszeiten und weniger Krankengeld für die rund 50,000 Beschäftigten durchsetzen wollen. Der Gewerkschaftssekretär Manfred Angerer kündigte weitere Aktionen an. (dpa)
Warnstreik bei hessischer Spedition
Gewerkschaft erhöht nach gescheiterten Tarifverhandlungen den Druck