Wellington. Die Justiz in Neuseelands Hauptstadt Wellington hat ein Verfahren gegen den Amerika-Chef von Air New Zealand Cargo, Salvatore Sanfilippo, eingeleitet. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Manager die Bildung eines Preiskartells zwecks Abrechnung überhöhter Treibstoffzuschläge auf den Flugrouten zwischen den USA und Neuseeland vor. Die Verstöße zum Schaden von Verladern und Versendern datierten von 1999 bis Anfang 2006, so die Ergebnisse von Ermittlungen. Air New Zealand sei durch die Preismanipulation finanziell erheblich begünstigt worden. Als Beleg nennt die Justiz konfiszierte E-Mails. Aus ihnen gehe auch hervor, dass Sanfilippo nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in den USA von den Luftfrachtkunden illegale Preiszuschläge für so genannte Kriegsrisiko-Versicherungen für den Transport ihrer Güter durch Air New Zealand verlangt haben Sollten der Manager des Betrugs überführt werden, droht ihm maximal die Zahlung von umgerechnet 254.000 Euro. Für Firmen liegt die Höchststrafe bei rund fünf Millionen Euro. Neuseelands Handelsminister Simon Power will jetzt eine Gesetzesinitiative einleiten, die deutlich höhere Summen für entsprechende Delikte festzuschreiben. Außerdem ist darin auch die Einführung von Haftstrafen für derartige Handlungen enthalten. Neuseeland ist nach den USA, Kanada, Europa, Japan und Australien ein weiteres Land, das Preismanipulationen in der Luftfracht bei Treibstoffzuschlägen ahndet. (hs)
Vorwurf: Preisabsprachen bei Air New Zealand Cargo
Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Verfahren gegen den US-Chef von Air New Zealand Cargo wegen illegaler Preisabsprachen