Hannover. Der Gesamtverband des Verkehrsgewerbes in Niedersachsen (GVN) prüft wegen der technischen Probleme bei der Lkw-Maut eine Schadenersatzklage gegen das Betreiberkonsortium Toll Collect. Die Speditionen hätten zusätzliche Ausgaben wegen der funktionsunfähigen Maut-Geräte, was Toll Collect zu verantworten habe, sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes, Bernward Franzky, am Freitag der dpa in Hannover. Der Verband prüfe derzeit, ob er Musterprozesse führe. Franzky sagte, die Speditionen hätten sich am Probebetrieb der Lkw-Maut beteiligt, wie es Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe (SPD) gefordert habe. Die so genannten On-Board-Units (OBU) in den Lastwagen funktionierten aber nicht. Spediteure müssten für den Einbau der Geräte zum Teil zwei bis vier Mal in die Werkstatt. Den Unternehmern entstünden daher immense Einnahme-Ausfälle, alleine in Niedersachsen bisher rund 10 Millionen Euro. Heftige Kritik äußerte Franzky an den die Toll-Collect-Partnern DaimlerChrysler und Deutsche Telekom. Es könne nicht sein, dass die Spediteure zum "Spielball der Großindustrie" würden. (vr/dpa)
Verkehrsgewerbe Niedersachsen prüft Klage gegen Toll Collect
10 Millionen Euro Einnahmeausfälle durch wiederholte Werkstattbesuche