Der Richtlinienentwurf zur obligatorischen Ausbildung von Berufskraftfahrern wird begrüßt. Seine detaillierten Bestimmungen aber lassen den EU-Staaten kaum Chancen, nach nationalen Gegebenheiten zu variieren. Diese Wertung zog sich durch die Gesetzesdebatte im Regional- und Verkehrsausschuss des Europäischen Parlaments in Brüssel. Nach Ansicht des belgischen Berichterstatters Mathieu Grosch würde der Mangel an qualifizierten Fahrern durch eine zu lange Ausbildungszeit verschärft. Statt 420 Stunden für die vollständige Ausbildung empfahl er 300 Stunden und anstelle von 210 Stunden für die Mindestausbildung 150. Dimitrios Theologitis von der EU-Kommission verteidigte die detaillierten Vorschriften. Ansonsten bliebe ein unterschiedliches Niveau, das einen "Ausbildungstourismus" in Länder mit den lukrativsten Bedingungen begünstigen würde. (vr/dw)
Verkehrsausschuss für Pflichtausbildung der Fahrer
Detaillierte Bestimmungen lassen kaum Spielraum