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Verkaufsgerüchte um DB Schenker

Unter der künftigen Bundesregierung könnte der Verkauf von DB Schenker vorangetrieben werden
© Foto: Deutsche Bahn AG/Michael Neuhaus

Die Koalitionspartner der künftigen Bundesregierung wollen, dass sich die Deutsche Bahn stärker auf ihr Kerngeschäft konzentriert. Ein Verkauf der Logistiktochter DB Schenker könnte daher näher rücken.


Datum:
26.11.2021
Autor:
Thomas Burgert
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Berlin/Essen. Dem „Handelsblatt“ zufolge zeichnet sich bei der Deutschen Bahn der Verkauf der Logistiktochter DB Schenker ab. Der Name Schenker werde zwar im Koalitionsvertrag nicht genannt, heißt es da, die neue Ampelregierung sei sich aber einig, dass sich der Staatskonzern offenbar künftig stärker auf sein Kerngeschäft in Deutschland konzentrieren solle.

Angeblich Sondierungsgespräche mit DSV Panalpina

Damit erhalten die Verkaufsgerüchte um DB Schenker neue Nahrung. Schon im Mai 2021 hatten unterschiedliche Medien, unter anderem auch die VerkehrsRundschau, darüber berichtet, dass angeblich der dänische Transport- und Speditionskonzern DSV Panalpina die Speditionstochter der Deutschen Bahn übernehmen wolle und dazu bereits Sondierungsgespräche aufgenommen habe. Ein DB Schenker-Sprecher hatte dies seinerzeit gegenüber der VerkehrsRundschau aber nicht kommentieren wollen.

Zeitpunkt für den Verkauf wäre günstig

Branchenkenner rechneten schon damals nicht damit, dass der Verkauf von DB Schenker unter der Merkel-Regierung erfolgen würde – auch aus Zeitgründen, um einen guten Verkaufspreis für das Unternehmen erzielen zu können. Mit FDP-Mann Volker Wissing, der derzeit als möglicher künftiger Bundesverkehrsminister im Gespräch ist, könnte der Verkauf aber vorangetrieben werden.

Der Zeitpunkt für den Verkauf wäre zumindest günstig. Hauptgrund dafür ist: Die Deutsche Bahn als Mutterkonzern von DB Schenker braucht dringend Geld. So rutsche die DB pandemiebedingt im Jahr 2020 in tiefrote Zahlen. Der DB-Umsatz sank in diesem Zeitraum um 10,2 Prozent auf 39,9 Milliarden Euro, und das bereinigte Ebit lag 2020 bei einem Minus von 2,903 Milliarden Euro.

Schenker-Verkauf könnte 15 Milliarden Euro und mehr bringen

Der Verkauf von Schenker könnte der DB also, zitierte das „Manager Magazin“ im Mai einen Insider, bis zu 15 Milliarden Euro in die Kassen spülen. Denn DB Schenker hatte 2020 ein Rekord-Ergebnis von 711 Millionen Euro erwirtschaftet. Und in diesem Jahr dürfte das Logistikunternehmen, wie nahezu alle großen Logistikkonzerne, sogar noch bessere Zahlen erwirtschaftet haben. Gut möglich also, dass sich durch den Verkauf von DB Schenker sogar noch ein höherer Verkaufspreis erzielen lässt. Denn auch für Finanzinvestoren dürfte das Logistikunternehmen sehr attraktiv sein. (eh)

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