Frankfurt/Main. Die Gewerkschaft Verdi hat einen für Freitag geplanten Warnstreik des Bodenpersonals am Frankfurter Flughafen ausgesetzt. Am Donnerstag würden die Tarifverhandlungen mit dem Flughafenbetreiber Fraport fortgesetzt, teilte Verdi am Mittwochabend mit. Fraport habe eine Einigungsmöglichkeit in allen strittigen Fragen signalisiert. Ob es in den nächsten Tagen einen Warnstreik geben werde, hänge von einem einigungsfähigen Angebot der Fraport ab, sagte Verdi-Verhandlungsführer Gerold Schaub laut Mitteilung. Ein Fraport-Sprecher sagte, alle offenen Punkte sollten auf den Tisch kommen. Fraport hatte die rund 5500 Arbeitnehmer zu Kostensenkungsbeiträgen aufgefordert, um das defizitäre Geschäftsfeld wieder in die schwarzen Zahlen zu bringen. Anderenfalls müsse der Betriebsteil ausgegliedert oder verkauft werden. Fraport bezifferte den Verlust der Sparte in den ersten neun Monaten auf 4,5 Millionen Euro. Zu den Bodendiensten gehören unter anderem das Betanken, Reinigen und Beladen der Flugzeuge. Beide Seiten hatten sich zu dem Ziel bekannt, die Bodenverkehrsdienste in der Fraport-Muttergesellschaft zu halten. Verdi verlangt aber einen weitgehenden Schutz gegen weitere Ausgründungen von Unternehmensteilen und will ein „langsames Ausbluten“ der Muttergesellschaft verhindern. So sollte deren Personal ständig wieder aufgefüllt und die Auszubildenden übernommen werden. (dpa)
Verdi setzt Warnstreik am Frankfurter Flughafen aus
Tarifverhandlungen mit Flughafenbetreiber Fraport werden fortgesetzt / Fraport: Alle offenen Punkte sollen diskutiert werden