Berlin. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat die Einführung einer sozialen Vignette gefordert. Sie sei ein Beleg dafür, dass ein Unternehmen sozialverträglich agiere, sagte der Leiter des Verdi-Fachbereichs Postdienste, Speditionen und Logistik, Rolf Büttner, im Gespräch mit der VerkehrsRundschau. Für die Vergabe der Vignette müssten seiner Ansicht nach verschiedene Kriterien entwickelt werden - unter anderem die Einhaltung von Arbeitsbedingungen und Lenk- und Ruhezeiten. Ferner gehe es um die Frage der Tariftreue, damit nicht über Billigkonkurrenz neuer Druck erzeugt würde. An den BGL-Präsidenten Hermann Grewer appellierte Büttner, gemeinsame Standards für die soziale Vignette zu finden. Sein Verband sei der Vignette nicht abgeneigt, führte Grewer an. Allerdings müsse ein solches Siegel von der Wirtschaft akzeptiert werden und dürfe kein Papiertiger werden. Das ausführliche Gespräch der VerkehrsRundschau mit Rolf Büttner und Hermann Grewer können Sie in der aktuellen Verkehrsrundschau, Ausgabe 17/2006, nachlesen. (stb)
Verdi fordert Einführung einer sozialen Vignette
Das Siegel soll Unternehmen auszeichnen, die sozialverträglich agieren