Frankfurt/Main/Bonn. Die Transportverbände begrüßen die Vereinbarung zwischen dem Bundesverkehrsministerium und dem Mautbetreiberkonsortium Toll Collect, auf die so genannte Mautvorauszahlung beim Einbau der On-Board-Unit (OBU) in LKW zu verzichten. Mit dieser Entscheidung werde den Bitten der Verbände an den Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe (SPD) entsprochen, teilten der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) und der Deutsche Speditions- und Logistikverband (DSLV) am Mittwoch mit. Der Bundesverkehrsminister habe damit einen weiteren "administrativen Stein aus dem Weg zur LKW-Maut geräumt", heißt es in einer Mitteilung des BGL. Dass sich der Minister den Forderungen nicht verschlossen habe, sei nur logisch, so DSLV-Hauptgeschäftsführer Heiner Rogge. "Eine Vorauszahlung könne nicht verlangt werden, solange der Mautbetreiber den Einführungstermin nicht garantiere", erklärte Rogge. Unterdessen betonte ein Sprecher von Toll Collect gegenüber der VerkehrsRundschau, dass der Verzicht auf die Mautvorauszahlung entgegen anders lautender Medienberichte nicht bedeute, dass der Einbau der OBUs gänzlich kostenlos sei. Verzichtet werde lediglich auf die bislang vorgesehene Mautvorauszahlung als Sicherheitsleistung, die den Transportunternehmen als Guthaben auf ihr Mautkonto gutgeschrieben werden sollte. (diwi)
Verbände begrüßen Verzicht auf Mautvorauszahlung
BGL: Administrativer Stein auf dem Weg zur Maut aus dem Weg geräumt