Washington. Die US-amerikanische Heimatschutzministerin Janet Napolitano hat die hundertprozentige Frachtscannung von Seefracht bis 2012 für gescheitert erklärt. Versuche in fünf US-amerikanischen Häfen mit Importfracht haben gezeigt, dass das Verfahren zu kostspielig ist. Napolitano sieht als Gründe für die das Scheitern allerdings einen Mangel an technologischem Fortschritt und logistische Probleme. Die Maßnahme wurde nach den Terrorattacken vom 11. September 2001 geplant. Das Heimatschutzministerium beziffert die gewaltigen Kosten auf 168 Milliarden US-Dollar (rund 117,5 Milliarden Euro) für die zirka zehn Millionen Standardcontainer (TEU) an Importfracht, die auf 21.000 Diensten ins Land gebracht werden. Zusätzliche Kosten fallen auf die in die USA exportierenden Länder zurück. Das Heimatschutzministerium gibt diese Kosten mit durchschnittlich rund 5,6 Millionen Euro für jeden eingehenden Service an. Damit belaufen sich die zusätzlichen jährlichen Kosten pro Box auf rund 11.745 Euro. (rup)
USA verwerfen hundertprozentige Frachtscannung
Umsetzung bis 2012 laut US-Heimatschutzministerium nicht einzuhalten und die Maßnahmen zu kostspielig