Drewitz. Das von US-Investoren auf dem Flugplatz Cottbus-Drewitz geplante Projekt eines internationalen Frachtflughafens mit Logistikzentrum steht vor einer ernsten Belastungsprobe. Ein Verhandlungsgespräch am Dienstag in Forst (Spree-Neiße) zwischen Vertretern der Flughafen Süd-Brandenburg - Cottbus GmbH und der US-Betreibergesellschaft Erie Drewitz International GmbH (EDI) verlief ohne Ergebnis. Über Details sei Stillschweigen vereinbart worden, erklärten Vertreter beider Seiten heute auf dpa-Anfrage. Die regionale Flughafengesellschaft hatte vor einer Woche den mit EDI im Dezember 2005 geschlossen Vertrag gekündigt. Er sah vor, den Flugplatzbetrieb zum 1. Januar 2006 den US-Amerikanern zu überlassen. EDI ist ein Tochterunternehmen der Erie Aviation Inc. im US-Staat Pennsylvania. Diese wollte parallel zum Ausbau des Airports Erie auch den Flugplatz Drewitz umbauen und eine interkontinentale Frachtlinie entwickeln. Die Investoren beantragten dazu beim Land Brandenburg eine Kreditbürgschaft in Höhe von zehn Millionen Euro. Sie liegt noch nicht vor. Deshalb zahlte zunächst die Flughafen GmbH laut Vertrag allein die Betriebskosten für Drewitz von Januar bis März. Von April an teilten sich die Flughafen GmbH und EDI die Kosten zur Hälfte; das wären jährlich jeweils 180.000 Euro. Die US-Seite zahlte ihre Rate jedoch nicht im April und Mai, dafür aber im Juni. Sie blieb somit 30.000 Euro schuldig. Daraufhin trat die Flughafen GmbH, deren Hauptgesellschafter der Spree-Neiße-Kreis ist, von dem Vertrag zurück. Wie es hieß, wollen beide Seiten nun erst einmal eine Denkpause einlegen. (dpa)
US-Projekt für Frachtflughafen Drewitz zunächst auf Eis
Internationaler Frachtflughafen mit Logistikzentrum auf Flugplatz Cottbus-Drewitz steht vor ernster Belastungsprobe