UPS-Chef: Drohnen werden keine Zahnpasta liefern

22.01.2020 17:06 Uhr
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Der Paketversand boomt, daher ist seit einigen Jahren ist auch die Idee von Drohnenlieferungen für Privathaushalte ein Thema
©Foto: UPS

David Abney glaubt nicht, dass die Anzahl der Drohnen in Großstädten explodieren wird. Er hält ihren Einsatz vor allem in ganz bestimmten Bereichen für sinnvoll.

Davos. Lieferdrohnen werden dem US-Logistikkonzern UPS zufolge künftig weiter eher auf Spezialzwecke beschränkt bleiben. „Ich gehöre nicht zu denen, die glauben, dass künftig Hunderttausende Drohnen über unseren großen Städten schweben und Zahnpasta ausliefern“, sagte UPS-Vorstandschef David Abney am Mittwoch am Rande des 50. Jahrestreffens des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos.

„Ich glaube, es wird vielmehr um stark zeitkritische Zwecke gehen, wie etwa wenn eine Fertigungslinie auf ein Ersatzteil wartet oder für Anwendungen im Gesundheitswesen“, sagte der Manager. Der Logistikkonzern UPS habe sich bisher vor allem auf die Gesundheitsbranche konzentriert, künftig könnten Drohnen auch für die medizinische Versorgung zu Hause eingesetzt werden.

Einheitliche Basis für Drohnenbetreiber wichtig

Einheitliche Standards in der Steuerung von Drohnen seien nötig, um eine einheitliche Basis für Drohnenbetreiber wie UPS und für Mobilfunker wie Verizon zu haben, sagte der Chef des US-Telekommunikationsriesen Verizon, Hans Vestberg. Vor allem vom neuen, schnelleren Mobilfunkstandard 5G könnten Drohnen profitieren: „Wenn sie mehrere Drohnen auf einem Quadratkilometer mit Kameras für die Flugsicherheit und 3D-Sicht für zum Beispiel die Feuerwehr steuern wollen, dann reicht 4G (LTE) nicht mehr“, sagte Vestberg.

Vor allem in den Innenstädten sorgt der seit Jahren boomende Paketversand für Verkehrsprobleme im Verteilerverkehr. Um die Abgasbelastung zu senken, setzen Experten vor allem auf elektrisch betriebene Lieferwagen. Seit einigen Jahren ist auch die Idee von Drohnenlieferungen für Privathaushalte ein Thema. (dpa/sn)

 

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