Hannover. Der TUI-Konzern scheint die mittelfristige Trennung von der Schifffahrtstochter Hapag-Lloyd nicht mehr auszuschließen. Aufsichtsrat und Vorstand des Unternehmens beschlossen bei einer zweitägigen Strategiesitzung in Salzburg wichtige Weichenstellungen für das Unternehmen. Anschließend teilte TUI mit, dass eine Trennung von Hapag-Lloyd im jetzigen zyklischen Branchentief Vermögen gefährden würde. Laut dem Hamburger Abendblatt hieß es jedoch weiter, dass bei Veränderung der Rahmenbedingungen der Vorstand dem Aufsichtsrat alle Aspekte einer Portfolioveränderung darlegen werde. Nach ausführlicher Beratung über die Zwei-Säulen-Strategie des Vorstands sei der Aufsichtsrat ferner zu der Ansicht gelangt, dass die Integration der britisch-kanadischen Reederei CP Ships Werte für die Aktionäre schafft. Unter anderem wegen einer Kapitalerhöhung zur Finanzierung des Kaufs von CP Ships war der Aktienkurs deutlich zurückgefallen. Die Integration in die Schifffahrtstochter Hapag-Lloyd laufe jedoch zügiger als erwartet und habe zusätzliches Ertragssteigerungspotenzial offenbart, teilte die TUI mit.
TUI schließt Hapag-Verkauf scheinbar nicht mehr aus
Trennung von Schifffahrtstochter würde jedoch im jetzigen zyklischen Branchentief Vermögen gefährden