Düstere Aussichten für die Zukunft der Speditionsversicherung. Ohne Ergebnis blieb ein Gespräch über ein Kompromissangebot zur Neufassung der Ziffer 29 der ADSp (Allgemeine Deutsche Spediteursbedingungen), das Spitzenvertreter der Spediteursverbände, der verladenden Wirtschaft und der Versicherungsmakler Anfang vergangener Woche mit Transportversicherern in Bonn führten. Hintergrund dafür war, dass aus Sicht der im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft. (GDV) organisierten Transportversicherer "angesichts der katastrophalen Schadensverläufe langfristig nicht ausreichend Versicherungsschutz bereit gestellt werden kann". "Das Problem ist ungelöst, das ist zur Zeit die missliche Situation", konstatiert Hubert Valder, Justitiar des Bundesverbandes Spedition und Logistik (BSL) nach den gescheiterten Gesprächen gegenüber der VerkehrsRundschau. Mit dem Kompromissvorschlag zu Ziffer 29 ADSp seien Spediteure, Verlader und Versicherungsmakler den Transportversicherern bei der Haftungs- wie bei der Schadensversicherung weit entgegengekommen. "Der wichtigste Punkt bei der Haftungsversicherung war, dass der Versicherungsschutz abhängig gemacht wurde von einer Betriebsbeschreibung." Außerdem habe man den Katalog der Versicherungsausschlüsse erweitert. Stark eingeschränkt habe man unter anderem auch den "Automatismus" bei der Schadensversicherung, wobei der Spediteur den Verlader bei Auftragserteilung automatisch mitversichert. "Der Knackpunkt kommt erst noch", sagt Valder. Jetzt müsse man abwarten, ob die Versicherer, die am Jahresende auslaufenden Verträge, Ende September fristgerecht kündigen. Zu weiteren Gesprächen mit den Versicherern sein man jederzeit bereit. (vr/jk)
Transporthaftpflicht in der Krise
Versicherer lehnen Kompromissangebot des Transportgewerbes zu ADSp ab