In der Frage des Alpentransits steht Südtirol nicht auf Seiten der Regierung in Rom, die einen freien Warenverkehr wünscht. In sensiblen Gebieten wie Tirol müsse vor allem auf die Anrainer beziehungsweise Anlieger Rücksicht genommen werden, meint der Südtiroler Europa-Abgeordnete Michl Ebner. Mit dem österreichischen Verkehrsminister Mathias Reichhold, der wie seine Vorgänger von einem Veto zur EU-Erweiterung droht, ist man in Bozen allderdings nicht einverstanden. Ebner fordert von Wien, Alternativen anstelle von Drohgebärden anzubieten. Beispielsweise kann er sich vorstellen, nicht verderbliche Waren nur noch auf der Schiene zu transportieren. Auch eine Erhöhung der Brennermaut kommt für ihn in Frage. Außerdem solle der Brennertunnel, den auch Rom unterstützt, rasch in Angriff genommen werden. Mitte Mai wollen Deutschland, Österreich und Italien mit Verkehrskommissarin Loyola da Palacio über den Verkehr auf der Brennerachse weiter verhandeln. (vr/rv)
Transit: Südtirol will Alternativen
Statt den EU-Nachbarn zu drohen soll Wien neue Lösungen anbieten