Innsbruck/Brüssel. In einer weiteren Entscheidung hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) die vorläufige Aussetzung der geplanten sektoralen Fahrverbote für LKW auf der Inntal-Autobahn (A 12) bestätigt. Tirol hatte gehofft, dieses Fahrverbot ab 1. Mai durchsetzen zu können. Seinen Spruch begründete der EuGH damit, dass eine Reduktion des Schadstoffausstoßes auch mit anderen Maßnahmen, bespielsweise Geschwindigkeitsbeschränkungen, erreicht werden könne. Nun denkt die Tiroler Landesregierung über andere Maßnahmen zur Eindämmung des Transitverkehrs nach. Fix sind bereits strengere Verkehrskontrollen. In diesem Jahr soll rund eine Million LKW überprüft werden. Der Tiroler Landeshauptmann-Stellvertreter Hannes Gschwentner strebt außerdem eine Ausdehnung des Nachtfahrverbotes für LKW von derzeit 22 bis 6 Uhr auf 20 bis 8 Uhr an. Ein entsprechender Beschluss wurde von der Landesregierung bisher aber nicht gefasst. (rv)
Tirol will neue Fahrbeschränkungen für LKW
Transitfahrer müssen mit strengeren Verkehrskontrollen rechnen / Land will in 2004 eine Millionen LKW überprüfen