Berlin. Die Exportchancen der Magnetschwebebahn Transrapid sind nach Einschätzung von Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) günstig. Interesse hätten neben China auch Großbritannien, die USA und arabische Länder, sagte er heute in Berlin. Einen Durchbruch der in Deutschland jahrelang wegen zu hoher Kosten nicht realisierten Technik könne es „in allernächster Zukunft“ geben. Optimistisch äußerte sich Tiefensee zur geplanten Referenzstrecke in München. Er sei zuversichtlich, dass die Strecke von der City zum Münchner Flughafen auf „finanziell solide Füße“ gestellt werden könne. Tiefensee kündigte auf einem Verkehrskongress zudem an, Deutschlands Spitzenstellung bei alternativen Antriebskonzepten wie Wasserstoff, Hybrid und Brennstoffzelle ausbauen zu wollen. Dafür wollen Bund, Wirtschaft und Wissenschaft mit einem „Masterplan Güterverkehr und Mobilität“ die passenden Rahmenbedingungen schaffen. „Wir werden in den kommenden Monaten ein Handlungskonzept für eine optimale Gestaltung des Güterverkehrssystems und eine bessere Nutzung aller Verkehrswege entwickeln“, sagte Tiefensee. Mobilität sei das Rückgrat der deutschen Wirtschaft und wichtig für den Exporterfolg. Der Masterplan, der auch künftige Investitionen in Straßen und Schienen umfasst, soll im Herbst 2007 vorgelegt werden. (dpa/sb)
Tiefensee: Masterplan Güterverkehr und Mobilität
Bundesverkehrsminister sieht günstige Exportchancen für Transrapid sowie alternative Antriebskonzepte