Waidhaus. Eine der wichtigsten Verkehrsrouten zwischen Deutschland und Tschechien wird ab diesem Freitag erstmals ohne Einschränkungen befahrbar sein. Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) und der bayerische Innenminister Günther Beckstein (CSU) werden dann den Neubau der Autobahn 6 zwischen dem neuen Autobahnkreuz Oberpfälzer Wald und dem Grenzübergang Waidhaus komplett für den Verkehr freigeben. Das rund 34 Kilometer lange Stück der Fernstraße hat insgesamt mehr als 200 Millionen Euro gekostet. Mit dem Neubau des Autobahnkreuzes und der A93 wird Waidhaus, das zu den größten Grenzübergängen Europas zählt, an die Autobahn 93 (Regensburg-Hof) angeschlossen. Im vergangenen Jahr waren fast vier Millionen Fahrzeuge, die Hälfte davon Lastwagen, in Waidhaus über die Grenze gefahren. In der Vergangenheit musste der internationale Transitverkehr über die Bundesstraße 14 rollen. Insbesondere in Wernberg-Köblitz (Landkreis Schwandorf) mussten die Menschen seit der Wende unter einer enormen Verkehrsbelastung leiden. Nachdem allerdings bereits seit 2005 die neue A6 provisorisch mit Einschränkungen für den Verkehr genutzt wird, konnten die Gemeinden an der B14 vom Verkehr entlastet werden. Das Oberpfälzer Stück der A6 ist Teil der 1030 Kilometer langen Europastraße Paris-Prag (E50). Bis Herbst 2008 soll die A6 dann auch westlich des Autobahnkreuzes Oberpfälzer Wald fertiggestellt und so ein Durchgangsverkehr bis Nürnberg ermöglicht werden. Zwischen Amberg und dem Autobahnkreuz gibt es derzeit eine noch etwa 20 Kilometer große Lücke. (dpa/tz)
Tiefensee gibt 200 Millionen Euro teures Autobahnstück frei
Ab Freitag wird der Neubau der Autobahn 6 zwischen dem Autobahnkreuz Oberpfälzer Wald und dem Grenzübergang Waidhaus befahrbar sein